Dienstag, 31. Januar 2017

Südtiroler Wirtschaftsring: Erreichbarkeit sicherstellen

Über die anstehenden Projekte im Bereich Mobilität haben sich kürzlich Leo Tiefenthaler, Präsident des Südtiroler Wirtschaftsrings - Economia Alto Adige (swr-ea) und Geschäftsführerin Alexandra Silvestri mit Mobilitäts- und Bautenlandesrat Florian Mussner ausgetauscht.

Die swr-ea-Geschäftsführerin Alexandra Silvestri, Landesrat Florian Mussner und swr-ea-Präsident Leo Tiefenthaler.
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Die swr-ea-Geschäftsführerin Alexandra Silvestri, Landesrat Florian Mussner und swr-ea-Präsident Leo Tiefenthaler.

„Die Erreichbarkeit Südtirols ist ein wesentlicher Wettbewerbsfaktor für Südtirols Unternehmen. Zum einen ist die Erreichbarkeit unserer Betriebe innerhalb der Provinz wichtig, zum anderen muss auch die Frage nach der Erreichbarkeit Südtirols erörtert werden. In beiden Bereichen gilt es anzusetzen und attraktive und nachhaltige Mobilitätslösungen umzusetzen“, unterstrich swr-ea-Präsident Leo Tiefenthaler bei dem Gespräch

Landesrat Mussner gibt Überblick über anstehende Projekte

Landesrat Florian Mussner gab daraufhin einen Überblick über die anstehenden Projekte im Straßenbau wie z.B. die Meraner Nord-West-Umfahrung, die in fünf Jahren fertiggestellt werden soll oder die Fertigstellung der Gadertaler Einfahrt in St. Lorenzen, für welche 2 Jahre Bauzeit vorgesehen sind.

Tiefenthaler: Vergabe ist wichtiger Impuls für Unternehmen

Zusätzlich zu den positiven Auswirkungen bei Fertigstellung der Arbeiten, könne die Vergabe der Arbeiten im Bereich Mobilität an Südtirols Unternehmen auch einen wichtigen Impuls für diese geben, betonte Tiefenthaler.

Zug soll aufgewertet werden

Ansonsten solle - so der Landesrat weiter - der Zug als Verkehrsmittel aufgewertet werden. Diesbezüglich seien bereits zahlreiche Projekte geplant wie die Elektrifizierung der Vinschger Bahn oder die Realisierung der Riggertaler Schleife.

Die beiden Wirtschaftsvertreter betonten auch die Wichtigkeit eines ganzheitlichen Konzeptes für die Stadt Bozen als Verkehrsknotenpunkt, welches vor allem zeitnah umgesetzt werden müsse.

Tiefenthaler setzt auf BBT

Die internationale Anbindung Südtirols solle durch attraktive Zugverbindungen sichergestellt werden wie z.B. die Anbindung Venetien-Cadore-Pustertal oder die Anbindung Mals-Schweiz/Scuol. Insbesondere dem BBT werde in diesem Bereich eine wesentliche Rolle zukommen, so Tiefenthaler.

Wirtschaft spricht sich gegen Tempolimit aus

„Die Einführung eines Tempolimits trifft insbesondere die Südtiroler Wirtschaft, da Zeitverluste und erhöhte Kosten befürchtet werden“, betonte Geschäftsführerin Alexandra Silvestri bei dem Treffen. Das Ziel der Verbesserung der Luftqualität könne auch mit anderen, effizienteren Maßnahmen wie beispielsweise Unterstützung bei der Erneuerung des Fuhrparks erreicht werden.

Aus diesen Gründen könne das von der A22 angedachte Pilotprojekt für ein dynamisches Tempolimit nicht unterstützt werden, schließt der Südtiroler Wirtschaftsring seine Presseerklärung.

stol

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