Donnerstag, 23. April 2015

Südtirols Arbeitnehmer: Stimmung bessert sich

Am Donnerstag wurde die achte Ausgabe des AFI-Barometers vorgestellt. Das Hauptergebnis: Die Stimmung bei den Südtiroler Arbeitnehmern zieht wieder an - in zwei Fällen sogar deutlich.

Badge Local
Foto: © shutterstock

Wie das Barometer zeigt, hellt sich das Stimmungsbild bei den Südtiroler Arbeitnehmern durchgehend auf: Alle sieben Indikatoren entwickeln sich in eine positive Richtung – in zwei Fällen sogar relativ deutlich.

Es handelt sich um jene, die das wirtschaftliche Umfeld betreffen: die Prognosen der wirtschaftlichen Entwicklung sowie der Arbeitslosigkeit.

 

>

Grafik 1: Die erwartete Entwicklung der Arbeitslosigkeit in Südtirol

 

Die fünf Indikatoren, welche die persönliche Situation der Arbeitnehmer abbilden, bleiben hingegen nur stabil mit leicht positivem Vorzeichen.

Der Anteil der Südtiroler Arbeitnehmer, der angibt, nur mit Schwierigkeiten über die Runden zu kommen, weil das Geld nicht bis ans Monatsende reicht, liegt bei 30 Prozent.

Dies sei der niedrigste Wert seit Einführung des AFI-Barometers. 

Zeitdruck als größeres Problem

Das AFI-Barometer hat erhoben, welche die Arbeitsaspekte sind, mit denen Südtirols Arbeitnehmer am zufriedensten sind.

Es seien dies das Ansehen des Unternehmens (Zufriedenheitsgrad: 69 Prozent), die Stellung als Arbeitnehmer in der Gesellschaft (63 Prozent) und die Möglichkeiten der Weiterbildung (55 Prozent).

Weniger ausgeprägt sei die Zufriedenheit mit dem derzeitigen Einkommen (46 Prozent) sowie mit den Karrieremöglichkeiten (42 Prozent).

Demgegenüber werden der Zeitdruck (40 Prozent), die technischen und organisatorischen Veränderungen (20 Prozent) und schlechte Gesundheitsbedingungen am Arbeitsplatz (13 Prozent) als Belastung gewertet. 

Südtiroler skeptisch, ihre heutige Arbeit mit 65 Jahren noch ausüben zu können

Der Anstieg der Lebenserwartung schlägt sich auf die Arbeitswelt in eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit nieder.

Damit ist das Thema der work ability geboren, sprich der Arbeitsfähigkeit auch in fortgeschrittenem Erwerbsalter.

 

Grafik 2: Wahrscheinlichkeit, den derzeitigen Beruf auch mit 65 Jahren noch ausüben zu können

 

Im Sonderteil des AFI-Barometers wurden Südtirols Arbeitnehmer gefragt, inwiefern sie davon ausgehen, ihre derzeitige Arbeit auch noch mit 65 Jahren ausüben zu können: 15 Prozent werten dies als absolut unwahrscheinlich, 29 Prozent als eher unwahrscheinlich, 34 Prozent als relativ wahrscheinlich und 23 Prozent als sehr wahrscheinlich.

Als Maßnahmen, um auch noch mit 65 Jahren arbeiten zu können, geben 85 Prozent die Reduzierung von Stress an, 78 Prozent die Verbesserung des Arbeitsklimas mit Vorgesetzten und Kollegen, 74 Prozent geringere körperliche Belastungen.

stol

stol