Zwischen November und April ist die Zahl der unselbstständig Beschäftigten um 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen. Vom Wachstum profitieren allerdings nicht alle Wirtschaftssektoren gleichermaßen. „Die 1,9 Prozent sind fast ausschließlich durch das Gastgewerbe getrieben“, erklärt Stefan Luther, Direktor des Arbeitsmarktservices des Landes (AMS). Dort nahm die Beschäftigung um 6,1 Prozent zu.<BR /><BR />Im Handel wuchs die Beschäftigung um 1,9 Prozent. „Im produzierenden Gewerbe und Handwerk liegt das Wachstum bei unter einem Prozent“, so Luther weiter. <BR /><BR />Das Beschäftigungsplus wird jedoch von auswärtigen Arbeitskräften getragen. Die Zahl der ausländischen Beschäftigten stieg um 6,7 Prozent, während jene der Inländer um 0,9 Prozent zunahm. „Wenn man die Zahl der Beschäftigten um die eingebürgerten bereinigt, dann haben wir eine sinkende Arbeitskraft“, hebt Luther hervor.<h3> Trendwende bei Registerarbeitslosigkeit</h3>Die Registerarbeitslosigkeit – also die Zahl der bei den Arbeitsvermittlungszentren gemeldeten Arbeitslosen – blieb im Vergleich zum vorherigen Winterhalbjahr nahezu unverändert. Zwischen November und April waren durchschnittlich 18.231 Personen arbeitslos gemeldet. Rund 87 Prozent von ihnen stammen aus saisonabhängigen Branchen wie dem Gastgewerbe oder dem Handel.<BR /><BR />Eine Trendwende zeigt sich hingegen bei den Langzeitarbeitslosen. Deren Zahl ist wieder gestiegen und liegt mittlerweile bei rund 2.400 Personen. Das entspricht einer Zunahme von 2,2 Prozent. <h3> Amhof: „Lokales Arbeitskräftepotenzial ausschöpfen“</h3>Trotz der insgesamt stabilen Lage am Arbeitsmarkt warnt Arbeitslandesrätin Magdalena Amhof vor den Herausforderungen der kommenden Jahre. Die steigende Zahl der Pensionierungen werde den Arbeitsmarkt zunehmend unter Druck setzen. Umso wichtiger sei es, das vorhandene Arbeitskräftepotenzial im Land besser auszuschöpfen. „Unser Ziel ist es, bis 2030 die Erwerbstätigenquote auf 83 Prozent zu erhöhen.“ Im Jahr 2025 lag diese bei 80 Prozent.