Dienstag, 20. Dezember 2016

Südtirols Arbeitswelt: Frauen immer noch benachteiligt

Wie ist es um die Beschäftigung von Frauen in Südtirols Großbetrieben bestellt? Dieser Frage ging das AFI in einer Studie nach. Das Ergebnis: ernüchternd.

Frau im Führungssessel: Nach wie vor ein seltenes Bild in Südtirol.
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Frau im Führungssessel: Nach wie vor ein seltenes Bild in Südtirol. - Foto: © shutterstock

„Frauen und Männer sind in der Arbeitswelt noch nicht gleichgestellt“, stellt die AFI-Präsidentin Christine Pichler am Dienstagvormittag fest.

Die Beschäftigungssituation von Frauen in Südtirols Großbetrieben, also den Betrieben mit über 100 Mitarbeitern, habe sich in den vergangenen 8 Jahren zwar nicht verschlechtert, aber auch nicht verbessert, so Pichler. „Dort, wo die Gesellschaft schon angekommen ist, hinkt die Privatwirtschaft noch hinterher.“

Die Untersuchung des Arbeitsförderungsinstitutes (AFI) zeigt vor allem eine geringe Präsenz der Frauen in Führungspositionen, als auch einen hohen Anteil an befristeten Arbeitsverhältnissen. „Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf betrifft weiterhin fast ausschließlich die Frauen und bremst ihre Karriere“, unterstrich die AFI-Vizedirektorin Silvia Vogliotti. 

stol

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