Dienstag, 12. Dezember 2017

Südtirols Außenhandel weiter im Aufwind

Waren im Wert von 1.155 Millionen Euro wurden im 3. Quartal des laufenden Jahres aus Südtirol ausgeführt. Im Vergleich zum selben Quartal des Vorjahres bedeutet dies einen Anstieg von 7,4 Prozent.

Badge Local
Foto: © shutterstock

Der Vergleich zum 2. Quartal 2017, das von saisonalen Schwankungen im Export gekennzeichnet ist, verzeichnet hingegen eine Abnahme um 5,6 Prozent, berichtet das Landesamt für Statistik ASTAT am Dienstag.

Ausfuhren in EU-Staaten nehmen zu

Die wichtigsten europäischen Zielländer sind Deutschland (33,6 Prozent), Österreich (11,7 Prozent) und die Schweiz (6,2 Prozent). In diese drei Länder fließt somit mehr als die Hälfte aller Ausfuhren. Außerhalb Europas entfällt der größte Teil der Exporte auf Asien und Amerika (9,8 Prozent bzw. 6,1 Prozent), wobei etwa zwei Drittel der Ausfuhren nach Amerika in die USA gehen. Insgesamt entfallen 3,9 Prozent aller Exporte auf die Vereinigten Staaten, die somit an 5. Stelle der wichtigsten Ausfuhrmärkte für Südtiroler Waren stehen.

Die Ausfuhren in die EU-Staaten steigen gegenüber dem 3. Quartal 2016 um 8,8 Prozent an. Deutschland, Südtirols wichtigster Exportmarkt, verzeichnet eine Zunahme um 4,6 Prozent, Österreich, der zweitwichtigste Markt, ein größeres Plus von 8 Prozent.

Unter den übrigen 10 wichtigsten Handelspartnern sticht Polen mit der höchsten Zunahme von 66,8 Prozent hervor. Es folgen Schweden (+56,2 Prozent), Belgien (+26,8 Prozent) und die Niederlande (+18,0 Prozent). Den einzigen Rückgang gibt es hingegen bei den Exporten nach Spanien (-11,6 Prozent). 

Die Ausfuhren in die Nicht-EU-Staaten verzeichnen einen leichteren Anstieg (+3,8 Prozent) als jene innerhalb der EU. Die Exporte in die europäischen Nicht-EU-Staaten steigen leicht (+13,3 Prozent): insbesondere fällt ein starker Zuwachs der Exporte nach Russland auf (+137,9 Prozent,  also 5 Millionen Euro mehr). Die Ausfuhren in die Schweiz bleiben hingegen konstant.

Eine Abnahme gibt es hingegen bei den interkontinentalen Ausfuhren (-0,8 Prozent): besonders fällt ein Rückgang der Ausfuhren nach Afrika auf (-32,9 Prozent) wobei hingegen die Exporte nach Asien (+7,7 Prozent) etwas steigen. Der Rückgang der Ausfuhren nach Amerika (-2,1 Prozent) ist vom Rückgang des Volumens der Güter in die USA beeinflusst (-15,0 Prozent).

Maschinen, Nahrungsmittel und Tabakwaren besonders begehrt

Die größten Exportanteile halten die Maschinen und Apparate anderweitig nicht genannt (20,8 Prozent der gesamten Ausfuhren), gefolgt von den Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren (18,9 Prozent) sowie von den Grundmetallen und Metallerzeugnissen, ausgenommen Maschinen und Anlagen (13 Prozent) und den Erzeugnissen der Land- und Forstwirtschaft und Fischerei (9,9 Prozent).

Die drei wichtigsten Sektoren steigern ihre Ausfuhren: Maschinen und Apparate a.n.g. (+27,3 Prozent bzw. +51,6 Millionen Euro), Fahrzeuge (+37,5 Prozent bzw. +41,3 Millionen Euro) und Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren (+3,7 Prozent bzw. +7,9 Millionen Euro).

Unter den 10 wichtigsten Sektoren steigen auch folgende Sektoren: Elektrische Geräte (+18,5 Prozent, entspricht +7,8 Millionen Euro) und Textilien, Bekleidung, Leder, Lederwaren und Schuhe (+17,7 Prozent bzw. +7,1 Millionen Euro).

Die größten Rückgänge sind in den Bereichen Erzeugnisse des sonstigen verarbeitenden Gewerbes (-39,6 Prozent bzw. -23,4 Millionen Euro) und im Bereich Holz und Holzwaren, Papier, Pappe und Waren daraus (-7,5 Prozent bzw. -3,5 Millionen Euro) zu verzeichnen.

stol

stol