<BR />Konkret wurden in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 Baugenehmigungen für ein Bauvolumen von insgesamt 1,532 Millionen Kubikmetern ausgestellt – das sind 13,3 Prozent weniger als im selben Zeitraum des Vorjahres, wie aus den Daten des Landesstatistikamtes Astat hervorgeht.<h3> Wohngebäude stärker betroffen als Nicht-Wohngebäude</h3>Vor allem bei den Wohngebäuden fiel der Rückgang deutlich aus: Das genehmigte Bauvolumen lag 18,7 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Bei den Nicht-Wohngebäuden registrierte das Astat ein Minus von 10,5 Prozent.<BR /><BR /><BR /><embed id="dtext86-76239615_quote" /><BR /><BR /><BR />„Wir sehen, dass sich die Situation der vergangenen Jahre fortsetzt und die Genehmigungen im klassischen Hausbau noch sehr spärlich ausfallen“, kommentiert der Geschäftsführer des Kollegiums der Bauunternehmer, Thomas Hasler.<BR /><BR />Bereits seit 2023 ist die Nachfrage nach neuen Bauprojekten gering. 2024 war der private Wohnbau vor allem wegen der hohen Bau- und Kreditkosten sogar auf das tiefste Niveau seit 1987 eingebrochen.<h3> Trüber Ausblick</h3>Trotz der mauen Nachfrage bei den heimischen Häuslebauern ist die Stimmung in der Bauwirtschaft derzeit aber recht gut, wie erst das jüngste Wifo-Barometer gezeigt hat ( <a href="https://www.stol.it/artikel/wirtschaft/baubranche-rechnet-mit-weniger-auftraegen" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">STOL hat berichtet</a>). <BR /><BR />Das liegt daran, dass bislang die öffentliche Hand die schwächelnden Investitionen im privaten Wohnbau etwas auffangen konnte. Die Frage ist nur, wie lange noch. <BR />„Wir haben momentan das Glück, noch einige Projekte im öffentlichen Bereich zu haben, weshalb die Stimmung bei den Unternehmern aktuell tatsächlich nicht so schlecht ist“, sagt Hasler. Doch diese Projekte würden bald abgeschlossen, und auch das italienische Aufbauprogramm PNRR sei ausgelaufen. „Der Ausblick auf die kommenden Jahre ist daher etwas getrübt.“<h3> Baukollegium: Mehr Baurechte ausweisen</h3>Umso wichtiger wäre es aus Haslers Sicht, nun den Wohnbau anzukurbeln. „Im privaten Wohnbau muss jetzt etwas kommen“, sagt der Geschäftsführer des Baukollegiums. Mit der Wohnreform seien zwar wichtige Akzente gesetzt worden – Stichwort Wohnen mit Preisbindung und gemeinnütziger Wohnbau –, doch nötig sei auch, dass die Gemeinden mehr Flächen und Baurechte auswiesen. Vor allem, um leistbaren Wohnraum zu schaffen, brauche es mehr Flächen, ist das Baukollegium überzeugt.<h3> Bauabschlüsse um 77 Prozent zurückgegangen</h3>Wie stark die Bautätigkeit zuletzt zurückgegangen ist, belegen auch die aktuellen Zahlen des Astat zu den Bauabschlüssen eindrücklich: Im ersten Halbjahr wurden heuer Bauprojekte mit einem Volumen von insgesamt 261.000 Kubikmetern beendet – das sind ganze 77 Prozent weniger als im Vorjahr. Betroffen sind Wohngebäude (minus 73 Prozent) und Nicht-Wohngebäude (minus 79 Prozent) gleichermaßen