Donnerstag, 07. Juni 2018

Südtirols Immobilienmarkt und Baugewerbe in Zahlen

Das Landesinstitut für Statistik (ASTAT) hat am Donnerstag die Publikation Bautätigkeit und Immobilienmarkt in Südtirol 2016 veröffentlicht. Am 31. Dezember 2016 wurden in Südtirol 615.130 Liegenschaftseinheiten gezählt. Die Situation im Baugewerbe habe sich verbessert, insbesondere aufgrund der Zunahme der ausgestellten Baugenehmigungen für die Neubauten von Wohngebäuden. Interessant: Die Größe der Wohnungen ist seit 2 Jahren rückläufig.

Den stärksten Anstieg verzeichnen die Baugenehmigungen für neue Wohngebäude mit einem Plus von 38 Prozent.
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Den stärksten Anstieg verzeichnen die Baugenehmigungen für neue Wohngebäude mit einem Plus von 38 Prozent. - Foto: © shutterstock

Neben der Bautätigkeit wurde in der Untersuchung auch die Wohnungsnachfrage, der öffentliche Wohnbau der Stadt Bozen und der Immobilienmarkt analysiert.

Baugenehmigungen 

Die mit Baugenehmigungen geplante Kubatur hat gegenüber 2015 zugenommen (+19 Prozent). Der Wohnbausektor stieg um knapp 30 Prozent und der Nichtwohnbau um 11 Prozent. Den stärksten Anstieg verzeichnen die Baugenehmigungen für neue Wohngebäude (+38 Prozent).

Bauabschlüsse gehen zurück

Die Bauabschlüsse sind 2016 stark rückläufig (-30 Prozent). Dies ist auf die geringen Zahlen der ausgestellten Baugenehmigungen in den letzten Jahren zurückzuführen. Der Rückgang betrifft die Wohn- und Nicht-Wohngebäude gleichermaßen (jeweils um die 30 Prozent). 2016 waren insgesamt 3.185 Wohnungen in Wohngebäuden geplant, 2015 waren es 2.517 und 2014 2.151.

Analyse der Wohnfläche interessant

Interessante Ergebnisse bringt die Analyse dieser Wohnungen nach ihrer Fläche. Laut den 2016 ausgestellten Baugenehmigungen sind 47 Prozent der Wohnungen kleiner als 76 Quadratmeter. Dieser Anteil ist etwas höher als 2015. Die Zahl der größeren Wohnungen (größer als 110 Quadratmeter), die im letzten Jahrzehnt eine kontinuierliche Zunahme des Prozentanteils verzeichnete, ist seit zwei Jahren rückläufig. Das wirkt sich auf die Durchschnittsgröße der Wohnungen aus, die von 90 Quadratmeter im Jahr 2014 auf 83,9 Quadratmeter im Jahr 2016 zurückgegangen ist.

Werte bleiben konstant

Die Werte der Immobilien zu Wohnzwecken bleiben in der Gemeinde Bozen sowie im übrigen Landesgebiet konstant, so das ASTAT.

ansa/lpa/stol

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