Neun von zehn Unternehmen zeigen sich mit der Ertragslage von 2025 zufrieden, allerdings mit deutlichen Unterschieden zwischen den einzelnen Branchen. <BR /><BR />Besonders positiv fällt die Bilanz im Maschinen- und Fahrzeugbau, in der Lebensmittelherstellung sowie in der Baustoffproduktion aus. Zurückhaltend reagiert hingegen vor allem die Textil- und Bekleidungsbranche, wo fast ein Drittel der Unternehmen ein unbefriedigendes Geschäftsergebnis beklagt.<h3> Leichter Rückgang bei Export</h3>Auch die Exportentwicklung, die 2025 weiterhin unter der wirtschaftlichen Schwäche Deutschlands und Österreichs litt, fiel je nach Branche unterschiedlich aus. Während die Ausfuhren von elektrischen und elektronischen Geräten deutlich zurückgingen, verzeichneten die Branchen Fahrzeuge und Lebensmittel ein solides Wachstum.<BR /><BR /> Insgesamt beliefen sich die Exporte aus Südtirol – ohne landwirtschaftliche Erzeugnisse – auf rund 6,8 Milliarden Euro, mit einem leichten Rückgang von 0,7 Prozent gegenüber 2024.<BR /><BR />Was die Beschäftigung betrifft, so zählte das verarbeitende Gewerbe im Jahr 2025 durchschnittlich etwa 35.300 Beschäftigte bzw. 0,3 Prozent weniger als im Vorjahr.<h3> Erwartungen für 2026 unsicher</h3>Die Wifo-Erhebung spiegelt noch nicht die jüngsten Entwicklungen des Krieges im Nahen Osten wider. Das Wirtschaftsforschungsinstitut rechnet jedoch damit, dass die Ungewissheit die Investitionsbereitschaft bremsen wird. Gleichzeitig dürften steigende Betriebskosten – insbesondere für Energie – viele Unternehmen dazu zwingen, ihre Verkaufspreise anzuheben.<BR /><BR />„Der Konflikt im Nahen Osten stellt unsere Unternehmen vor neue Herausforderungen: steigende Energie- und Rohstoffpreise, Transportkosten und Unsicherheiten hinsichtlich der Lieferketten. Er bedroht zudem die starke Expansion in diese neuen Märkte“, erklärt Alexander Rieper, Präsident des Unternehmerverbandes (UVS). <h3> Energiequellen diversifizieren</h3>Die Krise verdeutliche auch die Abhängigkeit der europäischen Wirtschaft von Öl und Gas. Umso wichtiger sei es, die Energieversorgung breiter aufzustellen und verstärkt in erneuerbare Energien zu investieren, betont Handelskammer-Präsident Michl Ebner. „Dadurch wird die Widerstandsfähigkeit der gesamten Wirtschaft gestärkt.“