Der Südtiroler, der italienweit vorne mitmischt, ist erneut Norbert Niederkofler: Sein „Atelier Moessmer“ in Bruneck erreicht 96 Punkte und reiht sich direkt hinter den drei besten Restaurants Italiens ein – der „Osteria Francescana“ von Massimo Bottura (Modena), „Piazza Duomo“ von Enrico Crippa (Alba) und „Reale“ von Niko Romito (Castel di Sangro), die jeweils 97 Punkte erzielten. Insgesamt erreichten italienweit 55 Restaurants mehr 90 oder mehr Punkte und die Höchstnote „Tre Forchette“.<h3> Die besten Gasthäuser</h3>Doch nicht nur im „Fine Dining“ glänzt Südtirol. In der Kategorie „Trattorie d’Italia“, die die besten traditionellen Küchen Italiens würdigt, wurden gleich zwei Südtiroler Betriebe mit der Höchstwertung „Tre Gamberi“ ausgezeichnet: das „Lerchner’s in Runggen“ in St. Lorenzen und der „Pretzhof“ in Pfitsch. Beide stehen beispielhaft für eine authentische, regionale Küche, in der Landwirtschaft, Produktqualität und Gastfreundschaft Hand in Hand gehen.<h3> Die Sonderpreise</h3>Auch bei den „Premi Speciali 2026“, den Sonderauszeichnungen des Gambero Rosso, konnte Südtirol punkten. Der Preis für das beste Preis-Leistungs-Verhältnis ging an das Gasthaus Apollonia in Sirmian (Nals), das als Südtiroler Vertreter für ehrliche, handwerklich präzise Küche zu fairen Preisen ausgezeichnet wurde. Zudem zählt Alessio Billeci vom Atelier Moessmer zu den drei besten Pâtissiers Italiens.<h3> Mehr Fokus auf regionale Identität</h3>Mit 2.580 bewerteten Lokalen, 382 Neuzugängen und erstmals einer eigenen Rubrik für italienische Restaurants im Ausland zeigt die 37. Ausgabe der „Guida Ristoranti d’Italia“ eine Branche, die nach Jahren der Unsicherheit stabiler, bewusster und vielfältiger denn je ist. <BR /><BR />„Der Fokus liegt heute weniger auf Spektakel, mehr auf Substanz – auf Nachhaltigkeit, Qualität und regionaler Identität“, schreibt der Gambero Rosso.