Mittwoch, 23. März 2016

Südtirols Raikas bleiben autonom

Die letzte Hürde ist genommen, die Autonomie der Südtirols Raiffeisenkassen gerettet: Am Mittwochabend hat die Abgeordnetenkammer in Rom das Dekret zur Reform der italienischen Genossenschaftsbanken genehmigt – samt Südtiroler Sonderlösung.

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Die Sonderlösung sieht vor, dass die Südtiroler Raiffeisenbanken weiterhin unabhängig bleiben und eine autonome Bankengruppe bilden können.

Das Genossenschafts- und Bankenwesen sei im Autonomiestatut fest verankert, erinnert die Südtiroler Kammerabgeordnete Renate Gebhard in einer Aussendung. „Diese Verankerung mit Verfassungsrang, die Solidität und die eingeschränkte territoriale Ausrichtung unserer Raiffeisenkassen haben die Regierung, die Kollegen im Finanzausschuss und in der Kammer letztendlich überzeugt“, meint Gebhard.

Abstimmung im Senat scheint geritzt

Der Südtirol-Passus im Gesetzesdekret hatte einen schwierigen Stand. Erst war er im ursprünglichen Reformvorschlag des Zentralverbandes der Raiffeisenkassen Federcasse eingeflossen, dann allerdings im letzten Moment vom Ministerrat gestrichen worden.

Nach der Abstimmung in der Kammer steht nun noch die Abstimmung im Senat aus. Die Zustimmung am 14. April scheint allerdings nur noch Formsache zu sein.

stol 

stol