Mittwoch, 11. Oktober 2017

Südtirols „schlechtere Köche“ sind sauer

Der Chef des renommierten Restaurant-Führers „Gault Millau“ in der Schweiz, Urs Heller, lässt mit wenig schmeichelhaften Worten über Südtirols Gastronomie aufhorchen. Südtirols Köche sind dementsprechend sauer, berichtet das Tagblatt „Dolomiten“ am Mittwoch.

Hat Südtirol die schlechteren Köche als die Schweiz?
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Hat Südtirol die schlechteren Köche als die Schweiz? - Foto: © shutterstock

Der Gault-Millau-Chef der Schweiz, Urs Heller, meinte in einem Interview mit dem „Tages-Anzeiger“, einer der größten deutschsprachigen Tageszeitungen der Schweiz, am 29. September: „Ich würde mir wünschen, dass auch Schweiz Tourismus mehr auf unsere Köche setzen würde. Mit gutem Marketing kann man viel erreichen – denken Sie an Regionen mit schlechteren Köchen wie etwa Südtirol. Es gilt bei Gourmets dennoch als das gelobte Land.“ 

Spitzenköche in Südtirol reagieren verärgert – und gehen davon aus, dass da auch Neid mit im Spiel ist. Sternekoch Herbert Hintner (Restaurant „Zur Rose“, Eppan) meint, Urs Heller habe sich mit diesen Aussagen „sehr weit aus dem Fenster gelehnt.“

Hellers Aussagen verwundern auch deshalb, weil Südtirols Köche bekanntermaßen sowohl bei der Vergabe von Michelin-Sternen als auch von Gault-Millau-Hauben seit Jahren abräumen – und Heller dies als Gault-Millau-Chef der Schweiz selbst am besten wissen müsste. 

Keine andere Provinz Italiens hat eine so hohe Dichte an Michelin-Sternen – gemessen an der Einwohnerzahl – wie Südtirol, und dies seit Jahren. 

In einem Punkt ist die Schweiz den Südtirolern allerdings voraus – bei den absoluten Top-Köchen: Die Eidgenossen haben 3 Köche in der 50-Top-of-the-world-Liste. 

stol/D/hof

Den vollständigen Artikel und alle Hintergründe gibt es in der aktuellen Ausgabe des Tagblatts "Dolomiten".

stol