Dieser wurde am Montagabend von Handelskammer-Präsident Michl Ebner präsentiert.„Von einem soliden Aufschwung kann man zum heutigen Zeitpunkt allerdings noch nicht sprechen“, sagte Ebner.Zweimal im Jahr berichtet der Handelskammer-Präsident dem Kammerrat über den Fortlauf der heimischen Konjunktur. Neben einigen positiven Entwicklungen gäbe es auch einige Risiken, könnte man das Ergebnis des Berichtes zusammenfassen. So sei die Beschäftigungstendenz auch zum Jahresauftakt positiv geblieben, habe sich allerdings leicht abgeschwächt. Auch habe es in den ersten Monaten weniger Arbeitssuchende gegeben. Für Südtiroler Verhältnisse sei die Arbeitslosigkeit aber immer noch auf einem hohen Niveau – über 9000 Personen sind in den Arbeitslosenlisten eingetragen. Die Anzahl der gewerblichen Firmen lag am 30. April 2011 deutlich über dem Vorjahresniveau (Plus 1,6 Prozent). Die Ein- und Austragungsdynamik habe in den ersten Jahresmonaten 2011 allerdings etwas nachgelassen. Was den Außenhandel anbelangt, so sei das vierte Quartal 2010 das Rekordquartal schlechthin. Noch nie hätten Südtirols Unternehmen so viel exportiert und importiert wie in den letzten drei Monaten des abgelaufenen Jahres. Risiken und HerausforderungenTrotzdem gebe es Risiken für die heimische Wirtschaft. „Die Hauptrisiken kommen nach wie vor vom staatlichen und internationalen Umfeld“, sagte Ebner in seinem Bericht. Italien sei geprägt von innenpolitischen Problemen, die klare Weichenstellungen und Konzepte für die Zukunft lähmen und somit für die Bevölkerung wenig Sicherheiten bieten würden. Auf europäischer Ebene hingegen habe sich die Schuldenkrise in den letzten Wochen noch etwas zugespitzt. Andererseits hätten die Ereignisse rund um den „Arabischen Frühling“ noch nicht zu Versorgungsengpässen bei den Rohstoffen geführt, so Ebner. Ein befürchteter drastischer Anstieg der Inflationsraten sei bislang ausgeblieben. „Für die Südtiroler Wirtschaft wird in naher Zukunft viel davon abhängen, inwiefern es gelingen wird, die mittelfristigen Herausforderungen zu meistern“, betonte der Handelskammer-Präsident abschließend. Die größte Herausforderung sei für ihn die Steigerung der durchschnittlichen Arbeitsproduktivität der Südtiroler Wirtschaft.