Mittwoch, 18. Oktober 2017

Süßigkeiten gestohlen - entlassen

Dass man seinen Chef nicht beklauen darf, ist klar. Doch wie weit darf der Arbeitgeber bei der Bestrafung des Mitarbeiters gehen?

Badge Local
Foto: © shutterstock

Ladendiebstahl ist im Einzelhandel ein großes Problem. In Italiens Geschäften werden Studien zufolge pro Jahr Waren im Wert von 3 Milliarden Euro gestohlen. Aber nicht nur Kunden, sondern auch Mitarbeiter lassen hie und da mal etwas mitgehen. Aber selbst wenn es sich nur um Kleinigkeiten handelt, hat das für sie unter Umständen schwere Folgen. Das zeigte jüngst ein Urteil des Kassationsgerichtshofes, wie der aktuelle „WIKU“ berichtet.

Dabei ging es um einen Mitarbeiter eines Supermarktes in Neapel, der Süßigkeiten im Wert von 9,80 Euro „mitgenommen“  hatte. Die Folge: Er wurde fristlos entlassen. Hat der Arbeitgeber hier zu heftig reagiert und den Mann ungerechtfertigt entlassen? Nein, befanden die Höchstrichter. Denn die Straftat habe das Treueverhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer unwiderruflich verletzt. Die Kündigung war folglich rechtens.

D/stol

Die wichtigsten Fragen und Antworten rund um die fristlose Entlassung lesen Sie im aktuellen „WIKU“, Beilage des Tagblatts "Dolomiten".

stol