Mittwoch, 16. September 2015

Suzuki will Scheidung von VW am Donnerstag vollziehen

Nach dem Scheidungskrieg will der japanische Autobauer Suzuki am Donnerstag ein milliardenschweres Aktienpaket vom deutschen Konzern Volkswagen zurückkaufen.

Foto: © APA/EPA

Die bis zu 122,77 Millionen Suzuki-Aktien sollen für umgerechnet knapp 3,5 Mrd. Euro erworben werden, wie die Japaner heute, Mittwoch, mitteilten.

Das Schiedsgericht der internationalen Handelskammer in London hatte Ende August geurteilt, dass der VW-Konzern seine Beteiligung an Suzuki in Höhe von 19,9 Prozent abstoßen muss. Die Entscheidung beendete einen vier Jahre langen Streit über die gescheiterte Kooperation der beiden Autokonzerne und die Rückgabe der Suzuki-Aktien.

VW war 2010 für 1,7 Mrd. Euro bei Suzuki eingestiegen und streicht deshalb nun einen deutlichen Buchgewinn ein. Der Autohersteller wollte gemeinsam mit den Japanern Billigautos für Schwellenländer entwickeln.

Doch die Partnerschaft ging in die Brüche, hauptsächlich weil die Chemie zwischen den beiden Firmen nicht stimmte und Suzuki um den Verlust seiner Eigenständigkeit fürchtete. Dennoch wollte VW seine Suzuki-Anteile behalten. Das Schiedsgericht hatte die Kündigung des Kooperationsvertrags für rechtens erklärt, Volkswagen aber einen Schadenersatzanspruch zugesprochen.

apa/reuters

stol