„Wir erkennen zwar an, dass die Landesregierung bemüht ist, in Südtirol bessere Rahmenbedingungen zu schaffen als im übrigen Staatsgebiet. Als Wirtschaftstreibende in einem Grenzgebiet sind die Südtiroler Unternehmen aber dem Konkurrenzdruck aus den Nachbarländern, wo die Betriebe unter vorteilhafteren Rahmenbedingungen arbeiten, ungleich stärker ausgesetzt. Daher reichen die getroffenen Maßnahmen zur Minderung des Steuerdrucks nicht aus und verpuffen angesichts immer neuer staatlicher Abgaben“, unterstreicht SWR-Präsident Hansi Pichler. Allein das Beispiel der Gebäudeimmobiliensteuer IMU zeige, wie schnell die Wirkung des „IRAP-Bonus“ von 78 Millionen Euro verpuffen könne. In Südtirol habe man im Jahr 2010, als die Hauptwohnungen von der damaligen Immobiliensteuer ICI befreit gewesen seien, ein ICI-Aufkommen von 77,5 Millionen Euro verzeichnet. Im Jahr 2012 habe das Steueraufkommen aus der neuen Immobiliensteuer IMU ca. 216 Millionen Euro in Südtirol ausgemacht.„Der Anteil, den die Betriebe aller Wirtschaftssektoren davon bezahlt haben, wird auf ca. 150 Millionen Euro geschätzt. Setzt man diesen Anteil in Beziehung mit dem vormaligen ICI-Aufkommen, ergibt sich eine Mehrbelastung von über 70 Millionen Euro.“Nicht ohne Grund habe der SWR immer wieder eine weitere und generelle IRAP-Reduzierung gefordert, eine Forderung, die mit Blick auf das Jahr 2013 aktueller denn je sei, so Pichler.