Oft geben sich die Verkäufer am Apparat als Vertreter des eigenen Anbieters oder gar eines Verbraucherschutzverbandes aus. Doch die Berater der VZS wissen: In Wirklichkeit handelt es sich oft um Drittanbieter, die auf Kundenfang sind. Dabei schrecken die Verkäufer auch nicht vor falschen Aussagen zurück, um den Anbieterwechsel zu erzwingen.<BR /><BR /> Oft wird den Kunden erzählt, dass der bestehende Anbieter von einem anderen übernommen wurde und deshalb ein Wechsel erforderlich sei. In anderen Fällen argumentieren die Verkäufer am Apparat, dass das Angebot des Kunden abgelaufen sei und bei der nächsten Verlängerung die Tarife steigen. <BR /><BR />Daraufhin werden günstigere Anbieter als Alternative angeboten. Die Verbraucherschützer stellen klar: Die neuen Angebote sind dann zwar echt, die angebliche anstehende Erhöhung ist jedoch oft frei erfunden. <h3> Einseitige Vertragsänderung ist erlaubt</h3>Doch wie sieht eigentlich die rechtliche Regelung aus: Kann ein Telefonanbieter einseitig den Vertrag ändern? Ja, allerdings mit einer schriftlichen Vorankündigung von mindestens 30 Tagen und unter Einschluss der Möglichkeit, den Vertrag kostenlos zu kündigen oder zu einem anderen Anbieter zu wechseln. Dies ist laut VZS vom Gesetzgeber so geregelt. <BR /><BR />Das Ganze wird etwas komplizierter, wenn Ratenzahlungen im Spiel sind. Im Falle der Nichtannahme der Vertragsänderungen müssen Nutzer bei vorzeitiger Kündigung keine Deaktivierungskosten zahlen. Wenn jedoch der Kauf von Produkten wie Modems, Mobiltelefonen, mobilen WLAN-Routern oder Aktivierungskosten mit dem Vertrag verbunden ist, werden diese Kosten fällig. Hierbei handelt es sich oft um hohe Beträge, die in der Regel auf Raten aufgeteilt werden. <BR /><BR />Wenn also der Vertrag erst seit kurzem unterschrieben wurde und noch viele Raten anstehen, tendiert man dazu, die Vertragsänderung zu akzeptieren, um nicht den hohen Betrag der ausstehenden Raten in einer einzigen Rate zahlen zu müssen.<BR /><BR />Die Verbraucherzentrale rät, bei solchen Anrufen skeptisch zu sein und am Telefon keine Zustimmungen zu geben. Die Anrufe mit einem höflichen, aber entschiedenen „Nein, danke“ zu beenden, sei sicherlich die beste Option.