Mittwoch, 04. April 2018

Tagung in der Handelskammer zur Bedeutung der Milch

Die Europäische Union hat ein Programm lanciert, um Schüler dazu anzuregen, sich ausgewogen zu ernähren und mehr Milchprodukte zu konsumieren. Partner dieses EU-Projekts in Italien ist das Ministerium für Landwirtschafts-, Ernährungs- und Forstpolitik in Zusammenarbeit mit der Vereinigung der italienischen Handelskammern (Unioncamere). Im Rahmen des Programms wurde von der Handelskammer Bozen gemeinsam mit der IDM Südtirol eine Tagung zur Bedeutung der Milchwirtschaft organisiert.

Im Rahmen des EU-Programmes zur Lieferung von Milchprodukten an Schulen, gibt es in Italien dieses Jahr erstmals das Programm „Latte nelle scuole“.
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Im Rahmen des EU-Programmes zur Lieferung von Milchprodukten an Schulen, gibt es in Italien dieses Jahr erstmals das Programm „Latte nelle scuole“.

Milch ist nicht nur gesund, sie ist auch ein treibender Motor der Wirtschaft. In den letzten Jahren ist der Konsum von Milch- und Milchprodukten in der EU gesunken. Dieser Tendenz soll entgegenwirkt werden, indem bereits im Kindesalter gute Ess- und Ernährungsgewohnheiten gefördert werden, die ein Leben lang erhalten bleiben. Mit dem europäischen Schulmilchprogramm stellt die Europäische Union Schulen und anderen Bildungseinrichtungen Zuschüsse bereit, damit den Schülern ausgewählte Milch und Milchprodukte angeboten werden können. In Italien betrifft diese Initiative circa 417.000 Schüler. Partner des Programmes in Südtirol sind die Handelskammer Bozen und IDM-Südtirol.

Milchwirtschaft spielt für die Entwicklung des ländlichen Raums eine große Rolle 

„Die Milchwirtschaft ist nicht nur ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Südtirol, sondern spielt auch für die Entwicklung des ländlichen Raumes eine bedeutende Rolle. Dafür arbeiten täglich fast 5000 Milchbauern im Land“, betonte der Präsident der Handelskammer Michl Ebner, der die heutige Veranstaltung eröffnete.

Landesrat Arnold Schuler verwies in seiner Stellungnahme auf die Bedeutung des Landwirtschafts- und Ernährungssektors auf nationaler und regionaler Ebene: „Der Agrar- und Lebensmittelsektor zeichnet sich vor allem in Südtirol durch Lebensmittelsicherheit, technische Innovation, Nachhaltigkeit, Vielfalt und Wahrung der Tradition aus“.

Handelskammerpräsident Michl Ebner, Landesrat Arnold Schuler, Annemarie Kaser, Direktorin des Sennereiverbandes, Joachim Reinalter, Präsident des Sennereiverbandes und Alfred Aberer, Generalsekretär der Handelskammer. - Foto: hds

„Südtiroler Milch ist von bester Qualität“

Im Rahmen des EU-Programmes zur Lieferung von Milchprodukten an Schulen, gibt es in Italien dieses Jahr erstmals das Programm „Latte nelle scuole“. Mila - Bergmilch Südtirol hat kürzlich an der dazugehörigen Ausschreibung teilgenommen und für die Region Trentino-Südtirol und Teile der Lombardei (Bergamo, Brescia, Mantua) gewonnen. Das Projekt findet in allen teilnehmenden Grundschulen statt und betrifft somit Kinder im Alter zwischen 6 und 11. Ab April wird Mila - Bergmilch Südtirol rund 40.000 Schüler mit verschiedenen Milchprodukten beliefern. „Südtiroler Milch ist von bester Qualität - das Vorzeigeprojekt von Mila ist ein konkreter Beweis dafür“, betonte Joachim Reinalter, Präsident des Sennereiverbandes, im Rahmen der heutigen Veranstaltung.

Aktivitäten des Sennereiverbandes wurden vorgestellt 

Im Vortrag von Urban Perkmann vom WIFO – Institut für Wirtschaftsförderung der Handelskammer ging es um die Bedeutung des Milchsektors im nationalen Kontext. Annemarie Kaser, Direktorin des Sennereiverbandes, bezog sich auf den Milchsektor in Südtirol und informierte über die Aktivitäten des Sennereiverbandes.

Im Beitrag von Pamela Manzi, Forscherin bei CREA (Consiglio per la ricerca in agricoltura e l'analisi dell'economia agraria) wurden die Nährwerte und Eigenschaften von Milch- und Milchprodukten erklärt. Im Anschluss referierte Sabine Giunta, Schulleiterin der Grundschule Dante Alighieri in Bozen, über die Bedeutsamkeit von ernährungserzieherischen Projekten in Schulen.

stol 

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