Damit verhindert Rom, dass es nach dem ursprünglich vorgesehenen Auslaufen am 7. April zu einem abrupten Preissprung an den Zapfsäulen kommt.<BR /><BR />Die Fortführung des Dekrets erfordert ein Budget von rund 500 Millionen Euro. Laut Wirtschaftsminister Giancarlo Giorgetti ist die Finanzierung jedoch gesichert: Rund 200 Millionen Euro sollen über höhere Mehrwertsteuereinnahmen wieder in das Paket zurückfließen, die restlichen 300 Millionen Euro stammen aus bislang nicht ausgeschöpften Mitteln des Emissionshandels (ETS). Das ursprüngliche Dekret zur Senkung der Verbrauchssteuer (Akzise) um 24,4 Cent je Liter Treibstoff ist seit dem 18. März in Kraft und läuft am 7. April aus.<BR /><BR /><embed id="dtext86-74219881_quote" /><BR /><BR />Neu ist nicht nur die Verlängerung um 23 Tage, sondern auch eine Ausweitung der Unterstützung für die Realwirtschaft: Eine Steuergutschrift von 20 Prozent, die bisher nur für die Fischerei galt, wird nun auch auf landwirtschaftliche Betriebe übertragen. Ziel ist es, die Produktionsketten angesichts der hohen Energiekosten zu stabilisieren. Wie es nach dem 1. Mai weitergeht, lässt die Regierung bewusst offen. Giorgetti stellt klar: „Entscheidend bleibt die geopolitische Lage – und auf die hat Rom nur begrenzten Einfluss.“<h3> Ein Blick auf die Preistafeln </h3>Die Preisschere innerhalb Italiens bleibt indes weit geöffnet. Wer Benzin im Self-Service tankt, findet die günstigsten Preise derzeit in Venetien (1,749 Euro im Schnitt). Am teuersten ist es in Südtirol (1,790 Euro). Noch deutlicher sind die Unterschiede beim Diesel: Den niedrigsten Preis gibt es in Latium (2,082 Euro), während Südtirol mit 2,134 Euro auch hier den Spitzenplatz einnimmt – im negativen Sinn.<h3> Der Vergleich mit Deutschland und Österreich</h3>Dennoch geht selbst Südtirol – zumindest für deutsche Autofahrer – nahezu als „Preisoase“ durch. In Deutschland erreichte der Dieselpreis zuletzt mit 2,327 Euro je Liter ein neues Allzeithoch und übertraf damit die Rekorde von 2022. Auch Benzin markierte mit 2,129 Euro einen Jahreshöchststand. Einen staatlichen Spritpreis-Rabatt gibt es derzeit nicht; es gilt lediglich die Regel, dass Preise nur einmal täglich erhöht werden dürfen – mit begrenzter Wirkung.<BR /><BR />Österreich hat hingegen vor wenigen Tagen eine „Spritpreis-Bremse“ eingeführt, eine Mischung aus Steuersenkung und Margendeckel. Gestern lag der Dieselpreis im Schnitt bei 2,172 Euro und damit leicht über dem Südtiroler Niveau, während Benzin mit 1,782 Euro etwas günstiger war.