Die Verlängerung des Rabatts wurde wie berichtet vorgestern Abend vom Ministerrat in Rom beschlossen. Die dafür erforderlichen rund 130 Millionen Euro sollen über eine vorgezogene Zahlung von Steuervorauszahlungen großer Energieunternehmen finanziert werden.<BR /><BR />Ab dem 6. September sollen nach bisherigen Plänen der Regierung gezieltere Hilfen greifen. Im Mittelpunkt stehen Haushalte mit niedrigen Einkommen sowie Wirtschaftszweige, die besonders stark unter den gestiegenen Kraftstoffkosten leiden. Dazu zählen unter anderem Transportunternehmen, Landwirtschaft und Fischerei. Diskutiert wird beispielsweise eine Aufstockung der Sozialkarte „Dedicata a te“ um 80 bis 100 Euro. Die Lega lehnt diesen Ansatz unter anderem mit dem Argument ab, dass viele einkommensschwache Haushalte (ISEE-Wert von höchstens 15.000 Euro) kein Auto besitzen. Stattdessen sollten vor allem Menschen unterstützt werden, die beruflich auf Fahrzeuge und Kraftstoff angewiesen sind – wie etwa Pendler.<BR /><BR />Zur Finanzierung eines dauerhaften Tankrabatts bringt die Lega einen Sonderbeitrag der Banken ins Spiel, die zuletzt hohe Gewinne eingefahren haben. Seit März haben die Maßnahmen zur Dämpfung der Kraftstoffpreise den Staat rund 2,5 Milliarden Euro gekostet. Ein erheblicher Teil davon konnte durch zusätzliche Mehrwertsteuereinnahmen aus den gestiegenen Spritpreisen aber nicht gedeckt werden.