Donnerstag, 25. Juli 2019

Tatort Forstgarten: der weite Weg vom Sämling zum Baum

Auch was einmal ein großer Nadelbaum sein will, muss ganz klein beginnen. Und dieser Weg beginnt in einem Forstgarten, von denen es auch in Südtirol gleich mehrere gibt. Bei einem Besuch im Forstgarten von Welsberg sieht und erfährt man, wieviel Pflege und Mühe es braucht, um Pflänzchen großzuziehen, die später für Aufforstung benötigt werden. Speziell nach der Windwurf-Katastrophe vom vergangenen Herbst ist dieses Thema aktueller denn je.

Klein beginnt auch, was ein großer Nadelbaum werden will. - Foto: Screenshot Video Ansa/GNews
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Klein beginnt auch, was ein großer Nadelbaum werden will. - Foto: Screenshot Video Ansa/GNews

In Südtirol gibt es mehrere Forstgärten, in denen Nadelbaum-Pflänzchen herangezüchtet werden, um zum Beispiel jene Wälder aufzuforsten, die durch Windwurf in der Nacht des 29. Oktobers 2018 verwüstet worden sind. 6.000 Hektar Wald wurden damals umgerissen und zerstört. 1,5 Millionen Kubikmeter Holz lagen am Boden.

Mit großer Sorgfalt und Professionalität werden die Pflänzchen in den Forstgärten 5 Jahre lang gepflegt, bevor sie in Südtirols Wälder umgepflanzt werden können.

Dass es dabei vor allem in der Anfangsphase viel Geduld braucht, beweist die Tatsache, dass es allein schon etwa 3 Jahre braucht, bis das Pflänzchen die bescheidene Höhe von 10 Zentimetern erreicht.

Demnach ist es einleuchtend, dass Südtirols Wälder etwa 150 Jahre benötigen werden, um wieder so auszusehen wie vor dem 29. Oktober.

Einen Einblick in die wertvolle Arbeit der Forstgärten bietet ein Besuch in jenem von Welsberg. Im Video erzählen Stefan Burger, Forstrat im Forstinspektorat Welsberg, und die Forstgarten-Leiterin Elisabeth Bachmann über die dortige Arbeit. 

ansa/ds

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stol