Mit Schleppern und Traktoren reisten die Landwirte vor allem aus Deutschland und Frankreich an. Aber auch aus Nachbarländern wie Belgien, Luxemburg und Österreich kamen die Milcherzeuger, um kostendeckende Preise zu fordern.Sie wollen nach Angaben des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter(BDM) und des europäischen Dachverbandes, European Milk Board (EMB) eine flexible Anpassung des Milchmarktes. Dafür müsste die EU-Politik noch vor Auslaufen der Milchquote 2015 die politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen schaffen, sagte ein Sprecher. Im Ortenaukreis kam es durch den Protestzug zu Verkehrsbehinderungen.Im EU-Parlament, das in erster Lesung über den Haushalt 2011 abstimmte, wurde der mit 300 Millionen Euro ausgestattete Milchfonds verteidigt. Mit diesem Geld werden die Milchbauern auch im kommenden Jahr von der EU unterstützt.„Das Europäische Parlament lässt die Milchbauern nicht im Stich. Der Milchfonds hilft ihnen bei der Vermarktung ihrer regionalen Qualitätsprodukte“, sagte der CSU-Europaparlamentarier Markus Ferber. Neben dem Milchfonds beschloss das Europäische Parlament auch eine Ausweitung der EU-Förderung für das Schulmilchprogramm. Anstatt bisher 76 Millionen Euro sollen dafür im kommenden Jahr europaweit 90 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Mit dem EU-Zuschuss können Kindergärten, Schulen und Schullandheime günstiger Milch und Milchprodukte wie Joghurt oder Käse anbieten.dpa