Donnerstag, 21. September 2017

Technologiepark in Bruneck: Auftrieb für die Wirtschaft

In Bruneck entsteht ein Kompetenzzentrum für den Bereich Fahrzeug- und Motorentechnik. Am Donnerstag wurde es im Beisein von Landeshauptmann Arno Kompatscher vorgestellt.

Neues Exzellenzzentrum in Bruneck: Gruppenfoto mit allen Projektpartnern. - Foto: bls/Alexander Alber
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Neues Exzellenzzentrum in Bruneck: Gruppenfoto mit allen Projektpartnern. - Foto: bls/Alexander Alber

Der NOI Techpark in Bruneck mit Schwerpunkt Automotive wird eng mit dem Technologiepark in Bozen zusammenarbeiten. "Diese neue Einrichtung wird unter einem Dach das Know-how des Landes rund um die Automotive-Branche bündeln, die duale Ausbildung in Zusammenarbeit mit der Freien Universität Bozen sowie Weiterbildung anbieten und Forschung und Entwicklung vorantreiben", unterstrich heute Wirtschaftslandesrat und Landeshauptmann Arno Kompatscher.

Initiator und Mitträger des geplanten Leuchtturms für Technologie- und Regionalentwicklung ist die Südtiroler Automotive-Branche. "Dieses Exzellenzzentrum wird der Wirtschaft insgesamt Auftrieb geben", hob Landeshauptmann Kompatscher hervor.

20 Millionen aus europäischem Fond für Tech-Park

Bei seinen gestrigen Verhandlungen in Rom, kündigte Kompatscher an, habe er bei den Treffen mit dem Minister für Entwicklung und Kohäsion Claudio De Vincenti und Staatssekretär Antonello Giacomelli positive Ergebnisse einfahren können: Für Südtirol kam die Zusage von weiteren 180 Millionen Euro aus dem europäischen Fonds für Entwicklung und Kohäsion, von denen 20 Millionen in den neuen Technologiepark fließen werden. Damit sei dessen Finanzierung gesichert, erklärte Landeshauptmann Kompatscher.

Bruneck der ideale Standort

Für den neuen Technologiepark mit Schwerpunkt Automotive ist Bruneck der ideale Standort: Einerseits, führte Kompatscher aus, "ist das Pustertal einer der stärksten Wirtschaftsstandorte des Landes, den wir stark und wettbewerbsfähig erhalten müssen". Zudem hat hier die Südtiroler Automotive-Industrie - eine der wichtigsten Branchen der Südtiroler Wirtschaft - eine der stärksten Konzentrationen. 

Die Südtiroler Automotive-Betriebe sind Vorreiter in vielen Bereichen, etwa bei Elektroantrieben. Aber die Entwicklung in Technologie und Digitalisierung schreitet rasant voran. Nur wenn alle Kräfte gebündelt und private Unternehmen mit Ausbildungsstätten, Universität und dem öffentlichen Bereich eng zusammenarbeiten, können die Südtiroler Unternehmen Schritt halten und auch weiterhin konkurrenzfähig bleiben, führte Landeshauptmann Kompatscher aus.

Neue Infrastruktur für Automotive-Branche

Mit dem NOI Techpark im Pustertal soll der Automotive-Branche nun eine neue Infrastruktur gegeben werden, in der alle Kompetenzen rund um das Thema auch räumlich angesiedelt sind und sich untereinander austauschen können, um gemeinsam mehr zu erreichen. Zugutekommen soll die Einrichtung allen – von den großen bis zu den mittleren und kleinen Unternehmen.

Der Bau des Techparks soll zügig in Angriff genommen werden; als bester Standort wurde aufgrund einer Analyse das Areal des Busbahnhofs Bruneck ausfindig gemacht, für das sich auch die Gemeinde Bruneck ausgesprochen hat. Er freue sich sehr über die Entscheidung des Landes, in Bruneck einen Technologiepark zu errichten, betonte heute der Brunecker Bürgermeister Roland Griessmair. Dies werte den Wirtschaftsstandort Bruneck und Pustertal deutlich auf.

BLS verantwortlich für den Bau

Verantwortlich für den Bau ist die Business Location Südtirol (BLS), die auch den Technologiepark in Bozen realisiert. Bereits 2021 soll die Struktur fertiggestellt sein, knapp 20 Millionen Euro will das Land dafür investieren. Bei der Ausarbeitung der Inhalte und des Konzepts haben alle mitgearbeitet, die in das Projekt involviert sind: Land Südtirol, Gemeinde Bruneck, Universität Bozen, BLS und Betreiber IDM Südtirol, aber vor allem die Automotive-Unternehmen selbst. Sie waren es auch, die den ersten Impuls für den NOI Techpark Bruneck gegeben haben. 

Räumlichkeiten für gesamte Südtiroler Wirtschaft

Das Raumprogramm des Tech-Parks sieht verschiedene Räumlichkeiten vor, die alle im Dienst der gesamten Südtiroler Wirtschaft und der Allgemeinheit stehen: "Eine Ausstellungsfläche soll als eine Art Erlebniswelt die Exzellenz der Südtiroler Automotive-Branche widerspiegeln. Der geplante Veranstaltungsbereich soll nicht nur den Unternehmen zur Verfügung stehen, sondern auch der Gemeinde Bruneck.

Für die Universität Bozen wird es Räumlichkeiten für die duale Ausbildung im Maschinenbau geben sowie für den Lehrgang für Tourismusmanagement und Sport- und Eventmanagement. Dazu kommen noch eine Reihe von Labors, die Services rund um den Automotive-Sektor anbieten“, erklärt BLS-Direktor Ulrich Stofner. 

IDM ist Betreiber des Technologie-Parks

Betreiben wird diesen Technologiepark wie auch jenen in Bozen IDM Südtirol. Bei IDM ist auch das Ecosystem Automotive angesiedelt, das letzten Herbst ebenso auf Anregung der Automotive-Unternehmen gegründet wurde. Unter seinem Dach findet sich die Südtiroler Exzellenz der Branche aus allen Teilen des Landes – nicht nur Unternehmen, sondern auch Partner aus Forschung & Entwicklung und Aus- und Weiterbildung. 

lpa/stol

stol