36,3 Prozent der erwerbstätigen Frauen arbeiten laut der Studie Teilzeit. Das entspreche zwar häufig den Wünschen von Frauen - aber oft nur, weil sie aufgrund ungünstiger Rahmenbedingungen keine bessere Alternative hätten, berufliche und familiäre Interessen unter einen Hut zu bringen, heißt es in einer Mitteilung des Landesinstitutes für Statistik (ISTAT). Demnach begründen 62,8 Prozent der Südtiroler - der Großteil davon sind Frauen - ihre Teilzeitbeschäftigung mit der Betreuung der eigenen Kinder, anderer Kinder und/oder anderer pflegebedürftiger Personen und 12,6 Prozent mit anderen familiären Gründen. 6,9 Prozent wollen mehr Freizeit und 3,9 Prozent der Teilzeitbeschäftigten geben Krankheit oder persönliche Gesundheitsprobleme an. Bei den letzten beiden Gründen überwiegen die Männer. Insgesamt gehen laut ISTAT 17,5 Prozent der unselbstständig Erwerbstätigen in Südtirol einer Teilzeitbeschäftigung nach. 12,7 Prozent haben die horizontale Teilzeit gewählt, d.h. sie arbeiten täglich, aber mit reduziertem Stundenplan, während 4,8 Prozent einige Tage, Wochen oder Monate im Jahr arbeiten (vertikale Teilzeit). Bei 31,6 Prozent der unselbstständig erwerbstätigen Südtiroler sieht der tägliche Stundenplan bei Arbeitsbeginn bzw. Arbeitsschluss allgemein flexible Uhrzeiten vor, bei 3,6 Prozent nur bei schwerwiegenden Gründen und bei 64,8 Prozent hingegen überhaupt nicht.