Freitag, 06. November 2015

Telecom Italia erlitt Gewinneinbruch

Die Telecom Italia hat heuer in den ersten drei Quartalen einen Rückgang bei Gewinn und Umsatz hinnehmen müssen.

Foto: © LaPresse

Der Gewinn brach gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres von 985 Mio. Euro auf 362 Mio. Euro ein. Dies sei unter anderem dem Rückkauf von Anleihen in der ersten Jahreshälfte zuzuschreiben, teilte der Konzern in einer Presseaussendung heute, Freitag, mit.

Der Umsatz sank um 6,9 Prozent auf 14,9 Mrd. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) verringerte sich um 14,8 Prozent auf 5,6 Mrd. Euro. Die Nettoverschuldung betrug per Ende September 26,8 Mrd. Euro. Bis Ende dieses Jahres rechnet Telecom Italia mit einer Verbesserung des operativen Ergebnisses im Einklang mit den Prognosen des dreijährigen Entwicklungsplans.

Der Gründer des französischen Billig-Telefonanbieters Iliad, Xavier Niel, ist vergangene Woche bei der Telecom Italia mit einer Beteiligung von 15 Prozent eingestiegen. An dem italienischen Konzern hält der französische Medienkonzern Vivendi bereits 20,03 Prozent. Der Telekommunikationskonzern gilt in der Branche angesichts der Konsolidierung des Sektors als Übernahmeziel. Daher sprechen italienische Medien vor einem möglichen französischen Machtkampf um die Kontrolle der Telecom Italia.

Niel hat sich die Stimmrechte bei der Telecom Italia nicht direkt über Aktien gesichert, sondern über entsprechende Derivate oder andere Kontrakte. Welche Ziele er verfolgt, war zunächst unklar.

apa

stol