Freitag, 10. Juni 2016

Telematische Kündigungen: Gewerkschaften kontern

Die Südtiroler Gewerkschaftsbünde haben am Freitag auf die Kritik von Helmuth Sinn reagiert.

Die Gewerkschaften reagieren auf die Aussagen Helmuth Sinns.
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Die Gewerkschaften reagieren auf die Aussagen Helmuth Sinns. - Foto: © shutterstock

"Diese Polemik nützt niemandem", so die Reaktion der Gewerkschaften am Freitag auf die Aussagen des Direktors der Abteilung Arbeit, Helmuth Sinn, zu den telematischen Selbstkündigungen. STOL hat berichtet.

Sinn hatte am Donnerstag in einer Aussendung bemängelt, dass, laut Aussagen einiger Arbeitnehmender, Patronate für ihre Hilfestellung Geld in Form von Mitgliedsbeiträgen verlangt hätten. 

Replik der Gewerkschaften

"Wir haben uns entschieden diesen Dienst anzubieten“, präzisieren die Gewerkschaften, "aber wir sind dazu nicht verpflichtet, nachdem es keine Konvention oder eine einschlägige Gesetzesbestimmung dazu gibt. Es besteht außerdem die Möglichkeit die telematische Kündigung über das Portal des Ministeriums in Eigenregie durchzuführen", replizieren die Gewerkschaften.

Mitgliedschaft ist Voraussetzung

"Der Dienst verursacht Kosten, und für eventuelle Fehler müssen wir Gewerkschaften auch haften. Deshalb bieten wir den Dienst nur unseren Mitgliedern an, welche wir auch professionell beraten und informieren", schreiben die Gewerkschaften weiter.

Die Gewerkschaften kontern

Der gewerkschaftliche Konter folgte prompt: "Es ist schon verwunderlich, dass die öffentlichen Hand den Patronaten immer mehr Aufgaben und Verantwortung übertragen will und im Gegenzug die Finanzierungen gekürzt werden. Das Land selbst hat zwar für die Patronate eine Finanzierung von 300.000 € zugesagt, aber bis heute nicht ausbezahlt."

Die Aussagen Helmuth Sinns seien insofern nicht nachvollziehbar, schließen die Gewerkschaftsbünde.

stol

stol