Der Verbraucherpreisindex, der für Südtirol in Bozen erhoben wird, lag damit deutlich über der Zwei-Prozent-Marke, die die Europäische Zentralbank als Richtwert für Preisstabilität vorgibt. Gegenüber Juli stiegen die Preise um 1,5 Prozent. Der Italien-Schnitt belief sich im August auf 3,3 Prozent.<BR /><BR />Besonders kräftig stiegen erneut die Kosten rund ums Wohnen und die Energie. Wohnung, Wasser, Strom, Gas und andere Brennstoffe verteuerten sich innerhalb eines Jahres um 8,8 Prozent, wie aus den Daten des Landesstatistikamtes Astat hervorgeht. Auch Essen außer Haus und Übernachtungen wurden teurer: Gaststätten- und Beherbergungsleistungen kosteten im Schnitt 3,8 Prozent mehr als im August 2025. Bei Lebensmitteln und alkoholfreien Getränken betrug der Anstieg 2,2 Prozent.<h3>Seit 2021 ein Plus von rund einem Viertel</h3>Noch klarer wird der Preisschub beim Blick zurück. Seit August 2021 ist das allgemeine Preisniveau in Südtirol um 25,4 Prozent gestiegen. Italienweit waren es 21,2 Prozent.<BR /><BR />Bei einzelnen Ausgaben des täglichen Lebens fällt der Anstieg noch größer aus. Lebensmittel und alkoholfreie Getränke haben sich seit August 2021 rechnerisch um rund 29,8 Prozent verteuert. Bei Gaststätten und Beherbergung beträgt das Plus rund 31,3 Prozent. Am stärksten fällt der Anstieg beim Wohnen und bei der Energie aus. Für Wohnung, Wasser, Strom, Gas und andere Brennstoffe ergibt sich gegenüber August 2021 ein Plus von rund 46,1 Prozent.<BR /><BR />Vereinfacht gesagt: Was im August 2021 im Restaurant oder im Hotel 100 Euro kostete, kostet heute rechnerisch rund 131 Euro. Aus 100 Euro für Lebensmittel wurden knapp 130 Euro. Bei Wohnung, Wasser und Energie sind es sogar rund 146 Euro.<BR /><BR />Auch der längere Vergleich zeigt, wie stark die Preise angezogen haben: Gegenüber August 2019 liegt das allgemeine Preisniveau in Südtirol inzwischen um 29,1 Prozent höher. Italienweit beträgt der Anstieg 23,1 Prozent.