Freitag, 22. März 2019

Textilhandwerk: Mit Mut und Hingabe gegen alle Widerstände

Wer in diesen Tagen das Textilfestival in Bozen besucht, kann kaum erahnen, unter welchen Entbehrungen und widrigen Umständen so manche Aussteller ihr Kunsthandwerk pflegen. Einblicke in ebenso erschütternde wie ermutigende Lebensgeschichten gibt die aktuelle Ausgabe des Tagblatts „Dolomiten“.

Vor rund 4 Jahren startete Sigrid Regensberger zusammen mit einigen Mitstreitern das Projekt einer Inklusions-Schneiderei.
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Vor rund 4 Jahren startete Sigrid Regensberger zusammen mit einigen Mitstreitern das Projekt einer Inklusions-Schneiderei. - Foto: © D

„Wir leben ein buntes Miteinander, es funktioniert und klingt gut, ist aber jeden Tag aufs Neue ein Trapezakt“, sagt etwa Sigrid Regensberger, Initiatorin der Brunecker Sozialgenossenschaft VergissMeinNicht. Vor rund 4 Jahren startete sie zusammen mit einigen Mitstreitern das Projekt einer Inklusions-Schneiderei, die Menschen mit Entwicklungsstörungen oder durch die dauerhaften Folgen eines Unfalls oder einer Krankheit Beeinträchtigte Arbeit in einem maßgeschneiderten Umfeld gibt.

Eine dieser Menschen etwa ist eine Frau, die einst als Geschäftsführerin in Bruneck erfolgreich war, aber nach einer schlimmen Erkrankung außerstande war, wieder ihre Tätigkeit aufzunehmen. Heute, mit Mitte 30, findet sie das passende Umfeld bei VergissMeinNicht. „Alle unsere Mitarbeiter arbeiten fleißig, sind intelligent und unauffällig, doch sie leiden unter ihrer Situation“, erklärt Sigrid. 

Regensburger ist nur eine von mehreren Betreiber von Textilmanufakturen, die erstaunliche Lebensgeschichten zu erzählen haben.

Die 3. Ausgabe des Textilfestivals für Manufakturen findet vom heutigen 22. bis 24. März auf Schloss Maretsch in Bozen statt. Der Eintritt ist frei.

D/az

Den vollständigen Artikel und alle Hintergründe gibt es in der aktuellen Ausgabe des Tagblatts "Dolomiten".

stol