Donnerstag, 01. September 2016

Theiner: Skiprojekte in Schnals und in Kastelruth nicht zu vergleichen

Landesrat Theiner weist darauf hin, dass die Ski- und Liftprojekte in Schnals und Kastelruth „nicht vergleichbar“ sind.

Es könnte so schön sein: Die Liftgesellschaft Marinzen GmbH will eine Bahn auf die Seiser Alm bauen. Der Umweltbeirat aber lehnt das Projekt ab.
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Es könnte so schön sein: Die Liftgesellschaft Marinzen GmbH will eine Bahn auf die Seiser Alm bauen. Der Umweltbeirat aber lehnt das Projekt ab.

"In den vergangenen Tagen wurden Vergleiche angestellt und Dinge behauptet, die nicht zutreffend sind", betont Umweltlandesrat Richard Theiner in einer Aussendung. Die Rede ist von den Skipisten- und Liftprojekten in Schnals und Kastelruth.

So lief’s in Schnals

Die Schnalstaler Gletscherbahn AG habe, so berichtet der Umweltlandesrat, eine Machbarkeitsstudie zur Errichtung einer neuen familienfreundlichen Talabfahrt vorgelegt, die der Gemeinderat Schnals  im März 2015 einstimmig  genehmigt hat. Nach der Genehmigung wurde die Machbarkeitsstudie hinterlegt. Während dieser Zeit wurden weder bei der Gemeinde noch bei der Landesverwaltung Einwände und Vorschläge seitens der Öffentlichkeit eingereicht.

Der Umweltbeirat hat in seiner Sitzung vom 9. Dezember ein negatives Gutachten hinsichtlich der Umweltverträglichkeit des ergänzenden Eingriffes erteilt. Der obere Abschnitt der neuen Talabfahrt wurde als sehr problematisch eingestuft.

Das Amt für Landesplanung hat das Projekt hingegen  auf jene Fachbereiche analysiert, die nicht in das Kompetenzfeld des Umweltbeirates fallen und ist daraufhin zum Schluss gekommen, dass die Machbarkeit des Vorhabens teilweise - d.h. ohne den oberen Bereich, der umwelttechnisch problematischer ist als der untere - genehmigt werden kann.

Die Landesregierung nahm daraufhin den Vorschlag des Amtes für Landesplanung an: Die Talabfahrt in reduzierter Form konnte somit genehmigt werden. Der aus umwelttechnischer Sicht problematische obere Abschnitt hingegen wurde ausgeschlossen.

Das daraufhin von der Schnalstaler Gletscherbahn, nach den Vorgaben der Landesregierung ausgearbeitete verkleinerte Projekt, wurde der Dienststellenkonferenz für den Umweltbereich zur Genehmigung vorgelegt und von dieser mit einer Reihe von Auflagen am 27. Juli dieses Jahres gutgeheißen. In dieser Phase wird es nicht mehr der Landesregierung vorgelegt. Somit konnte die Schnalstaler Gletscherbahn AG mit den Bauarbeiten beginnen.

So lief’s in Kastelruth

Die Liftgesellschaft Marinzen GmbH hat hingegen, im Sinne des Fachplanes, eine Machbarkeitsstudie vorgelegt, um die Skigebiete Kastelruth  und Seiser Alm  zu verbinden. 

In seiner Sitzung vom 24. August hat der Umweltbeirat ein negatives Gutachten zum Projekt abgegeben. Die Bewertung des Amtes für Landesplanung steht noch aus. Dieses Projekt liegt also noch in der ersten Phase des Prozesses. Erst nachdem die Bewertung des Amtes für Landesplanung vorgelegt wird, kann sich die Landesregierung mit der von der Marinzen GmbH einbereichten Machbarkeitsstudie befassen.

stol