Für die nächsten Wochen seien Betriebsversammlungen geplant, wurde Hans Ofner, ÖGB-Sekretär der Produktionsgewerkschaft, in der Freitagausgabe der Tiroler Tageszeitung zitiert. Für Montagabend wird eine Entscheidung der Generalversammlung der Tirol Milch über den weiteren Weg erwartet.Die Gewerkschaft rechne damit, dass bis zur Hälfte der 300-köpfigen Belegschaft gehen muss. Notfalls wolle die Belegschaft den gesamten Betrieb lahmlegen. Ofner ging davon aus, dass zumindest mehr als 100 Arbeitsplätze gestrichen werden. „Die vom Unternehmen genannten 40 Leute sind ein Scherz, das ist keine seriöse Zahl“, betonte der Gewerkschafter in der „TT“. Betroffen seien Jobs in der Verwaltung, der Lohnverrechnung, Buchhaltung und der Milchgeldabteilung. 24 Leute seien im Werk in Lienz beschäftigt, für das es von der Berglandmilch keine Standortgarantie gibt.Nach Angaben von Bauernvertretern, die bereits Grünes Licht für die Übernahme gegeben haben, soll den Tiroler Bauern von den Oberösterreichern eine Milchabholung von 55.000 Litern pro Jahr zugesichert worden sein. Außerdem werde erstmals für die 27 Mio. Kilogramm Almmilch ein Zuschlag von zwei Cent pro Liter bezahlt. Die Schulden der Tirol Milch sollen übernommen werden. 2009 standen Verbindlichkeiten von über 50 Mio. Euro an. Die Tirol Milch musste 2009 einen Umsatzrückgang hinnehmen – um knapp neun Prozent auf 136,2 Mio. Euro. Nach einem Verlust von 5,145 Mio. Euro erzielte die Molkerei einen Bilanz-Überschuss von 352.000 Euro.apa