Als zukünftiger Betreiber des Technologieparks stehe man vor der Herausforderung, diesen - gemeinsam mit den Südtiroler Forschungseinrichtungen - so zu organisieren, dass die entsprechende Infrastruktur mit dem dazugehörigen Fachpersonal, allen innovationswilligen Unternehmen im Land effizient und unbürokratisch zur Verfügung stehe. Im Rahmen eines Technologieparkworkshops am 11. Februar im TIS, wurden die neuen Labors präsentiert, die der Technologiepark beherbergen wird.Die Bereiche, in denen Forscher, Unternehmer, Studenten und Dozenten gemeinsam im neuen Technologiepark nach Problemlösungen und Businessmöglichkeiten suchen, sind klar definiert: KlimaHaus und Energieproduktion, Lebensmitteltechnologie, Alpine Technologie und Automatisierung sind die Felder, in denen man für Südtirol die größten Zukunftschancen sieht. Im Technologiepark gibt es pro Bereich vier Labore, in denen Unternehmen aus ganz Südtirol forschen und entwickeln können. „Unser Ansatz ist dabei enorm innovativ“, so TIS-Direktor Hubert Hofer. „Es wird extrem wichtig sein, dass sowohl Unternehmen, Forscher, Dozenten und Studenten auf diese Labore zugreifen können, nur dann entfalten sie ihren vollen Nutzen.“Die Herausförderung bestehe nun darin, die Labore so zu organisieren, dass sie all diesen Ansprüchen gerecht würden.In diese Richtung ziele das so genannte „FabLab“ im Technologiepark ab, das im Bereich Automatisierung zur Verfügung stehe. Dabei handle es sich um eine High-Tech-Werkstatt, die unter anderem mit 3D-Druckern und Laserschneidern ausgestattet sind. „Die Werkstatt steht grundsätzlich allen Menschen offen und kann vor allem zur Herstellung sehr besonderer Einzelstücke genutzt werden“, so Hofer.Im Bereich der Alpinen Technologien wird unter anderem eine Klimakammer angesiedelt, die extreme Umwelt- und Witterungsbedingungen simulieren kann. Beispielsweise kann die Kammer auf -20°C abgekühlt oder +40°C erwärmt werden außerdem können extreme Druckverhältnisse in diesem Labor simuliert werden. Genutzt werden kann dieses Labor für sportmedizinische Forschungen, für Material- oder Gerätetests.In der Sektion Lebensmittel wird es neben einem Fruit & WineLab unter anderem auch ein Foodsensing Lab für sensorische Analysen geben.Im Bereich KlimaHaus/Energieproduktion werden Labore zur Verfügung stehen, in denen die Themen wie energetische Sanierung oder auch Fassadentechnik vertieft werden können.Andrea Gasparella von der Freien Universität Bozen (FUB) präsentierte mit Wolfram Sparber von der EURAC den Forschungsbereich KlimaHaus/ Energieproduktion.Angelo Zanella von der Laimburg und Matteo Scampicchio von der Uni Bozen stellten den Forschungsbereich Lebensmitteltechnologie vor und Andrea Vilardi (EURAC) und Fabrizio Mazzetto (FUB) erläuterten Themen und Beschaffenheit des Forschungsschwerpunktes Alpine Technologie.„Ich glaube, dass es uns gelungen ist den zukünftigen Nutzern des Technologieparks drei Dinge deutlich zu machen“, resümierte TIS-Direktor Hubert Hofer im Anschluss an den Workshop.„Erstens ist der Technologiepark nicht einfach nur eine Infrastruktur, sondern ein lebendiger Ort, der allen Unternehmen im Lande, Forschern, Dozenten und Studenten zur Verfügung steht und damit dezentral wirkt. Zweitens forschen Technologieparks nicht und sie entwickeln keine Technologien. Technologieparks kümmern sich aber sehr wohl in bestmöglicher Weise um Unternehmen, Unternehmer, Forscher und Business-Leute und stellen für diese die bestmöglichen Services zur Verfügung. Und drittens kann es sich keine Region der Welt mehr leisten Forschungseinrichtungen zu haben, die von der Wirtschaftswelt abgekoppelt sind. Der Technologiepark ist daher das ideale Instrument die Forschungseinrichtungen im Land zu vernetzen und ihre Aktivitäten in den Dienst der Unternehmen im Land zu stellen“, so Hofer.Für Landeshauptmann Arno Kompatscher werden „die Laboratorien im Technologiepark nur ein Teil des Technologieparks sein. Für den TIS innovation park als Technologieparkbetreiber wird die Hauptaufgabe darin bestehen, dass das wirtschaftlich nutzbare Wissen, das im Technologiepark generiert wird, kapillar auch in die abgelegenen Gebiete Südtirols gelangt,“ so Kompatscher. Ich weiß aber, dass das TIS dieses Konzept der Wissensverbreitung absolut verinnerlicht hat und der Technologiepark daher die Wirkung entfalten wird, die Südtirol sich von ihm erhofft.“