Freitag, 31. Mai 2019

Tourismus: Nächtigungen im Winter leicht abgenommen

Die Zahl der Gästeankünfte von November 2018 bis April diesen Jahres beträgt knapp 3 Millionen und bleibt damit auf Vorjahresniveau. Die Zahl der Übernachtungen sinkt im Vergleich zur vergangenen Wintersaison um 0,7 Prozent.

Die Nächtigungen in der Wintersaison sind leicht zurückgegangen.
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Die Nächtigungen in der Wintersaison sind leicht zurückgegangen.

Betrachtet man die Ergebnisse nach Monaten, so verzeichnen Jänner, Februar und März ein Minus im Vergleich zum Vorjahr sowohl bei den Ankünften als auch bei den Übernachtungen. Die Monate November, Dezember und April verbuchen für die Übernachtungen ein Plus.

Den stärksten prozentuellen Zuwachs registriert man im April mit Plus 26,2 Prozent bei den Ankünften und Plus 18 Prozent bei den Übernachtungen. Dieser Anstieg im April ist auch auf die Osterferien zurückzuführen, welche im vorangegangenen Winter auf den März fielen.

Der Februar verbucht den stärksten prozentuellen Rückgang bei den Übernachtungen, trotzdem bleibt er der nächtigungsstärkste Monat mit über 2,8 Millionen.

Größter Auflauf bei 3-Sterne-Betrieben

Im Winterhalbjahr 2018/19 entfallen wie gewohnt, 80,5 Prozent der Übernachtungen auf die gastgewerblichen Betriebe. Den größten Anteil davon mit 33,5 Prozent verbuchen Betriebe mit 3 Sterne. Die guten Ausgangswerte vom vorangegangenen Winter in dieser Kategorie sind aber um fast 4 Prozent gesunken.

Den zweitgrößten Anteil an Übernachtungen gibt es bei den 4-Sterne-Betrieben mit 24,6 Prozent, in dieser Kategorie steigen die Zahlen um 2,2 Prozent. Nächtigungszuwächse gibt es vor allem bei den 5-Sterne-Betrieben mit einem Gesamtanteil von 3 Prozent.

Urlaub auf dem Bauernhof im Aufwärtstrend

Nennenswert ist der Zuwachs bei den Betrieben Urlaub auf dem Bauernhof: Nach den 5-Sterne-Betrieben verzeichnen sie die zweithöchsten Zuwachsraten mit 3,8 Prozent mehr an Übernachtungen.

Die Gäste, welche sich im Winter 2018/19 am längsten in Südtirol aufhalten, bevorzugen Residences mit im Durchschnitt 5,4 Tagen Aufenthalt, oder Privatquartiere (5,2 Tage) und Urlaub auf dem Bauernhof mit 5 Tagen.

Der durchschnittliche Aufenthalt für den vergangenen Winter sinkt von 4,3 Tagen auf 4,2 Tage.

Geringere Nachfrage in der vergangenen Wintersaison

Insgesamt gab es in der vergangenen Saison eine geringere Nachfrage. Nach Bezirksgemeinschaften betrachtet, können nur der Vinschgau mit einem Plus von 5 Prozent, das Überetsch-Südtiroler Unterland (Plus 1,8 Prozent) und Bozen mit einem Plus von 8,3 Prozent an Übernachtungen zulegen. Die stärkste prozentuelle Abnahme an Übernachtungen im Vergleich zum Winter 2017/18 registriert der Salten-Schlern mit Minus 3 Prozent, er bleibt aber immerhin die zweitstärkste Bezirksgemeinschaft mit über 2,6 Millionen Nächtigungen.

Die auch weiterhin stärkste Bezirksgemeinschaft Pustertal muss Einbußen von Minus 1,2 Prozent bei den Übernachtungen hinnehmen, erreicht aber trotzdem über 4,8 Millionen.

Anzahl der Italiener am meisten zurückgegangen

Das Vorjahresniveau an Übernachtungen wird im Winter 2018/19 nur knapp gehalten. Vor allem da die Kernmärkte Deutschland, Italien und Schweiz für den diesjährigen Winter ein Minus verbuchen. Die stärksten Nächtigungsrückgänge verzeichnen die italienischen Gäste mit einem Minus von 5,3 Prozent.

Auch die Nächtigungszahlen der Gäste aus Deutschland (insgesamt Minus 0,2 Prozent) haben sich nicht entwickelt. Weiters nächtigen 0,7 Prozent weniger Schweizer Gäste im Vergleich zum vorangegangenen Winter in Südtirol.

stol

stol