Freitag, 16. Oktober 2015

Tourismus-Reform: Salto rückwärts

Verquere Situation: Nachdem sich noch vor einer Woche sowohl der HGV als auch der LTS grundsätzlich für die vom Landeshauptmann vorgeschlagene Neuordnung der Tourismusorganisationen ausgesprochen hat, scheinen beide nun in letzter Minute kalte Füße bekommen zu haben.

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Foto: © shutterstock

Wie berichtet, sieht das vorgeschlagene Modell vier regionale Managementeinheiten (RME) vor, die die derzeitigen 10 Tourismusverbände ersetzen sollen.

Die Vorstellung wäre ein Aufteilung in West (Burggrafenamt und Vinschgau), Mitte (Bozen Schlerngebiet, Gröden), Süd (Überetsch und Unterland) und Ost (Eisacktal, Wipptal und Pustertal).

Der Landesverband der Tourismusorganisationen (LTS) forderte: Die RME, also die Nachfolgeorganisationen der Tourismusverbände, sollten unabhängig von Land und SMG sein. Noch viel überraschender sprach sich am Donnerstag plötzlich auch der HGV dafür aus. Der Grund ist ein einfacher: Vor allem die Grödner und die Hochpusterer fürchten, dass mit der Neuordnung der Tourismusorganisationen, ihre Marke untergehen könnte und sie damit Einbußen hinnehmen müssten.

sor/D

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Droht die Neuordnung nun ins Wasser zu fallen? Landeshauptmann Arno Kompatscher steht in den „Dolomiten“ (Freitag-Ausgabe) Rede und Antwort.

stol