Es könne nicht sein, dass die Nicht-Mitglieder von Tourismusvereinen gleichermaßen von deren Dienstleistungen profitierten, wie die Mitglieder. Zudem müsse in Südtirol endlich eine Kurtaxe eingeführt werden. „Geschieht dies nicht, sind die heimischen Tourismusorganisationen bald nicht mehr konkurrenzfähig“, warnte Hofer. Der LTS spricht sich für eine Kurtaxe von 50 Cent bis einem Euro aus, die der Gast pro Übernachtung bezahlen müsste. In anderen Regionen sei dies längst Realität. Hofer sieht in der Kurtaxe einen teilweisen Ersatz der freiwilligen Mitgliedsbeiträge. „Von einer Bettensteuer kann also keine Rede sein“, betonte er. Berger: "Lösung innerhalb eines Jahres"Tourismuslandesrat Hans Berger wollte sich auf der Jahresvollversammlung nicht festlegen. Er sei zwar überzeugt, dass es eine neue Art der Tourismusfinanzierung brauche, über die Möglichkeiten müsse man jedoch noch intensiver diskutieren. „So könnten wir eine Tourismusabgabe einführen, die neben den Hoteliers auch andere Nutznießer des Tourismus zur Kasse bittet“, sagte der Landesrat. Er sei sich bewusst, dass diese Möglichkeit auf Widerstand stoßen werde, wolle sie aber nicht von vorneherein ausschließen. Einer Kurtaxe zeigte sich Berger nicht abgeneigt. „Aber nur, wenn sie an eine Gegenleistung für den Gast gebunden ist.“ Berger denkt dabei an eine kostenlose Mobilcard oder eine Museumscard für den Urlauber. „Innerhalb dieses Jahres werde ich eine Lösung präsentieren, mit der alle einverstanden sind“, versprach der Landesrat.