Mittwoch, 26. Oktober 2016

Toyota ruft wegen Airbag-Problems 5,8 Millionen Autos zurück

Toyota ruft weltweit weitere 5,8 Millionen Fahrzeuge wegen möglicher Probleme mit Airbags des Zulieferers Takata zurück. In Europa müssten 1,47 Millionen Autos zurück in die Werkstätten, hat der japanische Konzern am Mittwoch mitgeteilt. Allein in Deutschland seien knapp 118.000 Fahrzeuge betroffen.

Toyota ruft weltweit weitere 5,8 Millionen Fahrzeuge wegen möglicher Probleme mit Airbags des Zulieferers Takata zurück.
Toyota ruft weltweit weitere 5,8 Millionen Fahrzeuge wegen möglicher Probleme mit Airbags des Zulieferers Takata zurück. - Foto: © APA

Dabei geht es unter anderem um die Modelle Corolla und Yaris, vorwiegend älterer Baujahre, sagte ein Sprecher. In Japan sollen die Besitzer von rund 1,15 Millionen Fahrzeugen in Werkstätten vorstellig werden.
Weltweit haben Autohersteller bereits mehr als 100 Millionen Autos zurückgerufen, um die fehlerhaften Airbags auszutauschen. Gerade bei älteren Modellen, die über längere Zeit hohen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit ausgesetzt sind, kann es zu einer unkontrollierten Explosion kommen. Damit werden mindestens 16 Todesfälle in Verbindung gebracht, die meisten davon in den USA.

Gesamte Autobranche betroffen

Takata ist deshalb mittlerweile ins Wanken geraten und gilt als Übernahmekandidat. Sollte die alleinige Verantwortung für die Probleme Takata zugesprochen werden, könnten die Rückrufe das Unternehmen mehr als 10 Mrd. Dollar (9,2 Mrd. Euro) kosten. Zugleich steckt die gesamte Autobranche in einem Dilemma: Sie bezieht einen großen Teil ihrer Airbags von dem japanischen Unternehmen. Kaufinteressenten gehen daher davon aus, dass Takata die Affäre übersteht, weil die Branche den Bedarf an Ersatz-Airbags kaum über andere Zulieferer decken kann.

apa/reuters

stol