Mittwoch, 16. August 2017

Tramin feiert neue Apfelsorte

Wer an Tramin denkt, denkt vor allem an den Gewürztraminer und an den Egetmann-Umzug. Jetzt hat das Weindorf im Unterland eine weitere Spezialität, die - wie schon der Wein - auch den Namen des Ortes trägt.

Die neue Apfelsorte "Tramin" ist gelb mit roten Backen. - Foto: Christoph Kaneppele
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Die neue Apfelsorte "Tramin" ist gelb mit roten Backen. - Foto: Christoph Kaneppele

„Die Apfelsorte ‚Tramin‘ reift schon ab der ersten Augustwoche, ist äußerst knackig, saftig, fest und schmeckt herrlich“, erklärt der Traminer Christoph Kaneppele. Er ist der Schöpfer der neuen Apfelsorte aus dem Unterland. 

Bereits in seiner Studienzeit probierte sich Kaneppele, Sohn eines Baumschulers, an neuen Apfelsorten. Erst nach einigen Jahren konnte der Apfel erstmals probiert werden. Wird er zu früh geerntet, schmeckt er nicht - zu spät auch nicht. Viele Jahre des Ausprobierens vergingen, bis Christoph Kaneppele erkannte, dass diese Sorte Potential hat.

Die Form des Apfels „Tramin“ ist bauchig rund, etwas abgeflacht und erinnert damit eher an eine alte Apfelsorte. Die Schale ist gelb, mit einer hellrot gestreiften Backe. Der Apfel schmeckt sehr aromatisch, würzig aber trotzdem mit einer feinen Süße.

Weil das Geschmackserlebnis den Schöpfer Kaneppele an den Gewürztraminer erinnerte, benannte er auch seine Apfelsorte nach dem Dorf. So wurde die Sorte „Tramin“ geboren, die bereits beim europäischen Sortenschutz angemeldet ist.

Der Schöpfer und seine Schöpfung: Christoph Kaneppele mit der Apfelsorte „Tramin“ - Foto: Christoph Kannepele

Resistent gegen Apfelschorf

Die Sorte zeigt sich sehr resistent: Vor einigen Jahren gab es in Südtirol einen besonders starken Pilzbefall. Während viele Apfelbäume erkrankten, blieb „Tramin“ immer gesund. Die anschließenden Tests bestätigten die Vermutung: Die Sorte ist resistent gegen die stärkste Pilzerkrankung, dem Apfelschorf.

Auch im Ausland hat die neue Sorte bereits Interesse geweckt: So wurden Testbäume in Deutschland, Österreich, Spanien, Portugal und sogar in Norwegen gepflanzt. Wer die Sorte hierzulande probieren möchte, kann dies in Baumschule Kaneppele in Tramin tun. Außerdem gibt es den Apfel in einigen Traminer Herbergsbetrieben und im Tourismusverein zum Probieren.

stol/liz

stol