Mattles Sprecher Fabian Muigg wollte das Treffen gegenüber der APA vorerst nicht offiziell bestätigen. Es sei ein „Termin in Vorbereitung“, es werde jedenfalls ein Treffen „in naher Zukunft“ geben. Der Termin am Mittwoch dürfte aber fix sein, sollte wider Erwarten nicht noch etwas Unvorhergesehenes passieren, war aus dem Landhaus zu erfahren.<BR /><BR />Der wesentliche Teil des gemeinsamen Verkehrsmanagements entlang der Brennerroute ist das sogenannte buchbare „Lkw-Slotsystem“ - ein solches Modell hatte ursprünglich Südtirol präsentiert und vorangetrieben. Das Treffen nach Ostern bzw. die „Kufsteiner Erklärung“ soll den Startschuss für Verhandlungen über ebendieses Slot-System bilden, denn: Umsetzen können Bayern, Tirol und Südtirol das gemeinsame (digitale) Verkehrsmanagementsystem nicht, dies fällt in die hoheitliche Zuständigkeit der Nationalstaaten, in diesem Fall Österreich, Deutschland und Italien. Laut Experten ist ein Staatsvertrag notwendig. <BR /><BR />Dass es zu einer politischen Einigung zwischen Bayern, Tirol und Südtirol über das Slot-System kommen wird, ist angesichts der jüngeren Vergangenheit wenig überraschend. Die entsprechenden Vorarbeiten wurden auf unterer Ebene bereits geleistet. So hatten sich die Verkehrsverantwortlichen der 3 Länder Ende März in Bozen getroffen und sich dabei für die Erarbeitung eines Slot-Systems bzw. eines grenzüberschreitenden, digitalen Verkehrsmanagementplans ausgesprochen. <BR /><BR />Nun sind offenbar die „Chefs“ an der Reihe. Laut „TT“ ergriff Söder die Initiative zu dem „Transitgipfel“. Erst Ende Jänner hatte es ein Treffen zwischen Mattle und dem bayerischen Ministerpräsidenten in Sachen überbordendem Transitverkehr auf der Brennerstrecke in München gegeben, das zwar nicht mit konkreten Ergebnissen, aber mit einem Bekenntnis zur Partnerschaft endete. Mattle legte Söder unter anderem auch das Slot-System ans Herz und lud ihn zu einem Gegenbesuch in Tirol ein. <BR /><BR />Bayerns Regierungschef, der heuer eine Landtagswahl zu schlagen hat, zeigte sich zuletzt generell konzilianter in Sachen Transit, wenngleich er Tiroler Maßnahmen wie die Blockabfertigungen an der Grenze bei Kufstein wegen der massiven Rückstaus scharf kritisierte. So sprach er sich mehrmals ebenfalls für eine gemeinsame Korridormaut zwischen München und Verona aus - eine Angelegenheit, die aber ebenfalls nur von den Mitgliedstaaten umgesetzt bzw. implementiert werden kann.<BR /><BR />Ob ein gemeinsamen Verkehrsmanagement inklusive „Slot“ tatsächlich in naher Zukunft die Zustimmung aller 3 Mitgliedstaaten erhalten wird, ist unklar. Das politische Transit-Klima gilt derzeit nämlich als eher vergiftet. <BR /><BR />