Montag, 13. Dezember 2021

Transport und Dienstleistungen: Erholung wird sich 2022 fortsetzen

Das Geschäftsklima im Dienstleistungssektor und im Transportgewerbe bleibt sehr heterogen, im Vergleich zur vorherigen Erhebung im Sommer ist jedoch eine allgemeine Verbesserung festzustellen. Optimismus ist vor allem im Bereich der Dienstleistungen für Unternehmen sowie im Kredit- und Versicherungssektor zu vernehmen.

„Der Transportsektor befindet sich in einer schwierigen Situation.“
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„Der Transportsektor befindet sich in einer schwierigen Situation.“ - Foto: © Goodyear / Goodyear Dunlop
Die größten Schwierigkeiten sind hingegen bei den Liftanlagenbetreibern und bei den persönlichen Dienstleistungen zu verzeichnen. Dies geht aus der Herbstausgabe des Wirtschaftsbarometers vom WIFO der Handelskammer Bozen hervor.

Das Geschäftsklima im Dienstleistungssektor ist nach wie vor besser als im Durchschnitt der Südtiroler Wirtschaft und 87 Prozent der Unternehmen sind mit der Ertragslage im laufenden Jahr zufrieden. Die Stimmung unterscheidet sich jedoch erheblich zwischen den einzelnen Branchen.

Umsätze bei persönlichen Dienstleistungen nicht erholt.

Besonders verhalten ist das Geschäftsklima im Bereich der persönlichen Dienstleistungen, wo sich die Umsätze noch nicht erholt haben und mehr als ein Viertel der Unternehmen über eine unzureichende Rentabilität klagt. Im Bereich der Dienstleistungen für Unternehmen sowie im Kredit- und Versicherungssektor ist man hingegen optimistisch: Mehr als 90 Prozent der Unternehmen gehen heuer von einer zumindest „befriedigenden" (oft sogar „guten") Ertragslage aus.

Auch im Bereich der freiberuflichen, technischen und wissenschaftlichen Tätigkeiten und in der Immobilienbranche ist man eher zufrieden. Viele Dienstleistungsunternehmen klagen jedoch nach wie vor über schwierige Marktbedingungen, insbesondere im Hinblick auf die Kostendynamik.

Der Präsident der Handelskammer Bozen, Michl Ebner, unterstreicht die Notwendigkeit von fairen Marktbedingungen im Güterverkehr: „Der Transportsektor befindet sich aufgrund der Pandemie und der steigenden Treibstoffpreise bereits in einer schwierigen Situation. Die Einschränkungen für den Lkw-Verkehr in Österreich verursachen zusätzliche Kosten und eine nicht hinnehmbare Wettbewerbsverzerrung."

stol