„Bis zu zwei Stunden täglich stehen Schwerfahrzeuge zurzeit auf der Brennerautobahn zwischen Klausen und Bozen sowohl auf der Südspur als auch auf der Nordspur still“, heißt es in einer Presseaussendung des Landesverbandes der Handwerker (LVH) am Freitag.Während sich die Blechlawinen vormittags etwas „flüssiger“ mit zwei Kilometern Stau bewegten, müsse nachmittags und vor allem gegen Abend hin mit sechs bis acht Kilometern in beiden Richtungen gerechnet werden.„Die aktuelle Situation auf der A22 ist eine Katastrophe. Die Warentransporteure müssen strenge Fahrt- und Schichtzeiten einhalten. Durch die langen Wartezeiten kommt es zu Verzögerungen, sodass wir vorgegebene Lieferzeiten nicht mehr einhalten können. Kurz gesagt: Wir verlieren nicht nur Zeit und Geld, sondern verärgern durch die verspäteten Lieferungen auch unsere Kunden. Mittlerweile drohen sie bereits, sich an andere Logistikunternehmen zu wenden“, erklärt Fortunato Rizzo, Obmann der Warentransporteure im LVH.„Erhöhtes Unfallrisiko“Rizzo weist außerdem auf zwei sicherheitstechnische Nebeneffekte hin: Durch die unmögliche Einhaltung von Fahrt- und Schichtzeiten der Fahrer und einer daraus resultierenden Übermüdung, bestehe die Gefahr einer reduzierten Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer.Durch die Verengung der Fahrbahnen könne es außerdem zu weiteren Unfällen kommen.Transporteure fordert schnelles HandelnEine Verschlimmerung der Verkehrssituation stehe nun kurz vor den Faschingsferien durch eine starke Urlauberwelle bevor.„Die Auswirkungen der Fahrzeugschlangen auf die Wirtschaft sind anscheinend nicht bewusst. Deshalb fordern wir die Autobahngesellschaft auf, schnellstmöglich zu handeln“, fordert Rizzo.