Der Wert der historischen Anlage wird auf 30 bis 40 Millionen Euro geschätzt.<BR /><BR />Das Anwesen erhebt sich auf dem Monte Moscal und umfasst rund 29 Hektar Land mit Weinbergen, Olivenhainen und weitläufigen Parkanlagen. Zur Anlage gehören mehrere Gebäude, darunter eine prächtige Hauptvilla mit etwa 2.000 Quadratmetern Wohnfläche, sieben Schlafzimmern mit jeweils eigenem Badezimmer, großzügigen Salons, einer Musikhalle und luxuriösen Suiten. Eine romanische Schlosskirche aus dem 12. Jahrhundert gehört ebenfalls zum Ensemble und unterstreicht den historischen Charme des Anwesens.<BR /><BR />Darüber hinaus befinden sich auf dem Gelände Apartments für das Personal, ein Weinkeller, ein Fitnessraum, ein externer Swimmingpool, Stallungen, ein Hubschrauberlandeplatz, eine natürliche Quelle sowie weitläufige Rasenflächen mit unvergleichlichem Blick auf den Gardasee. In den Fels unterhalb der Anlage ist zudem der ehemalige NATO-Bunker „West Star“ integriert, einst zentrales Kommando der Alliierten im Kalten Krieg. Das Anwesen beeindruckt nicht nur durch die außergewöhnliche Liebe zum Detail, sondern bietet auch ein Höchstmaß an Privatsphäre und Sicherheit.<BR /><BR />Die Geschichte des Schlosses reicht weit zurück: Erste Siedlungsspuren lassen sich bis in die Römerzeit zurückverfolgen, während der heutige Gebäudekomplex im 11. Jahrhundert entstand. Über viele Jahrhunderte war er Sitz verschiedener religiöser Gemeinschaften, darunter Benediktinermönche. Eine Kirche auf dem Anwesen wurde 1503 eingeweiht. Der Monte Moscal war strategisch bedeutsam, da er die wichtigen Verkehrswege zwischen dem Etschtal, Verona und dem Gardasee überwachte.<BR /><BR />Ursprünglich handelte es sich um eine mittelalterliche Befestigungsanlage, die Teil eines Netzes von Burgen und Wachtposten war, zu denen auch das nahegelegene Schloss Incaffi gehörte. Die Anlage diente sowohl der Verteidigung als auch der Machtsicherung lokaler Feudalherren. Im Laufe der Jahrhunderte verlor die Burg jedoch ihre militärische Bedeutung und wurde schrittweise zu einem herrschaftlichen Wohnsitz umgebaut. Während der Renaissance und der frühen Neuzeit traten die Wehranlagen in den Hintergrund, Wohngebäude, Gärten und landwirtschaftliche Flächen entstanden. So entwickelte sich die Burg zu einer Villa mit Gutshof, die heute oft als Villa Sant'Andrea bezeichnet wird.<BR /><BR />Unter der venezianischen Herrschaft zwischen dem 15. und 18. Jahrhundert blieb das Anwesen im Besitz adliger Familien und wurde landwirtschaftlich genutzt, insbesondere für Wein- und Olivenanbau. Auch im 19. Jahrhundert, nach dem Übergang an das Königreich Italien, behielt die Villa ihren aristokratischen Charakter. Vor rund 30 Jahren erwarb Theodor Kohl, Vater von Astrid Kohl, das Anwesen. Astrid wurde 1968 in Regensburg geboren und heiratete 2003 Prinz Alexander, dessen Großvater regierender Fürst von Liechtenstein war; heute trägt sein Onkel Hans Adam II. den Titel. <BR /><BR />Als Grund für den Verkauf des Anwesens nennt Prinz Alexander veränderte Lebensumstände: Die Tochter studiert im Ausland, er selbst und seine Frau sind beruflich viel unterwegs. Die Zeit, die die Familie am Gardasee verbringen könne, sei gering. Daher habe sich das Paar schweren Herzens entschlossen, sich vom Traumschloss zu trennen. Der Verkauf erfolgt ohne Zeitdruck. Vermarktet wird die Immobilie von der Schweizer Immobilienagentur Whisper Auctions, die auf ihrer Website beeindruckende Innen- und Außenaufnahmen des Anwesens zeigt.