Mit 32.943 Hotels, 1,1 Millionen Zimmern und 2,3 Millionen Betten belegt Italien in Europa den ersten Platz. Die Mehrheit der knapp 33.000 Hotels (58,2 Prozent) sowie der Betten (51 Prozent) konzentriert sich auf die nördlichen Regionen. Die meisten Betriebe verzeichnet Trentino-Südtirol mit 5.380 Beherbergen, gefolgt von Emilia-Romagna (4.074), Venetien (3.133), Latium (2.864), Lombardei (2.832) und Toskana (2.712).<BR /><BR />Bei der Zimmerkapazität liegt die Emilia-Romagna mit 141.578 Zimmern an der Spitze, vor Trentino-Südtirol (123.439), Venetien (108.992) und Latium (108.217). In Süditalien und auf den Inseln sind die Hotels dagegen im Schnitt größer, wie aus dem zehnten Bericht zum Hotel- und Beherbergungssystem hervorgeht, den der Branchenverband Federalberghi anlässlich seiner 76. Versammlung in Rom vorgestellt hat.<h3> Drei-Sterne-Hotels führend</h3>Größte Kategorie sind Drei-Sterne-Hotels mit 18.182 Betrieben, was 55,2 Prozent des Angebots entspricht. Auf die gehobenen Kategorien entfallen 22,5 Prozent der Hotels, darunter 6.639 Vier-Sterne- und 771 Fünf-Sterne-Hotels. Ein- und Zwei-Sterne-Betriebe machen 22,3 Prozent aus. Seit dem Jahr 2000 hat sich die Struktur deutlich verschoben: Damals stellten einfache Kategorien noch fast die Hälfte des Angebots (49,3 Prozent), während Vier- und Fünf-Sterne-Hotels nur 8,5 Prozent ausmachten. Parallel dazu ist die durchschnittliche Größe gewachsen - von 37,6 Betten je Hotel im Jahr 1980 auf 69,3 im Jahr 2024.<BR /><BR />Rund 61 Prozent der 2024 registrierten touristischen Übernachtungen in Italien - insgesamt 283,9 Millionen - entfielen auf Hotels. Das entspricht einem Anstieg von 3,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl der Ankünfte lag bei 96,4 Millionen (+2,9 Prozent). Dabei kamen 47,5 Millionen Gäste aus dem Inland (134,7 Millionen Übernachtungen), während ausländische Besucher 48,9 Millionen Ankünfte und 149,2 Millionen Übernachtungen verzeichneten. Während die Zahlen bei italienischen Gästen leicht rückläufig waren, legte die internationale Nachfrage deutlich zu.<h3> „Eine außergewöhnliche Ressource“</h3>„Der Tourismus ist eine außergewöhnliche Ressource für Italien, muss aber vor illegalen Anbietern geschützt werden“, sagte der Präsident von Federalberghi, Bernabò Bocca, bei der Versammlung von Federalberghi in Rom, an der auch Ministerpräsidentin Giorgia Meloni teilnahm. Illegale Anbieter würden Wertschöpfung zerstöre , während illegale Betriebe durch irreguläre Arbeitsverträge Unsicherheit und Ausbeutung fördern und erhebliche wirtschaftliche Schäden verursachen würden.<BR /><BR />Mit Blick auf die aktuelle Entwicklung verwies der im Amt bestätigte Bocca auf Daten des Statistikamts Istat. Die Aufenthalte würden länger, die internationale Nachfrage bleibe stabil. Zugleich warnte er vor geopolitischen Risiken: Konflikte - vom Krieg in der Ukraine über Spannungen im Nahen Osten bis hin zur Lage rund um Iran - könnten sich negatib auf die Tourismusströme nach Italien auswirken.