Mittwoch, 19. August 2015

Trentino-Südtirol, Region des Lächelns

Kantonesischer Reis, Glasnudeln und Hühnchen süß-sauer: Die chinesische Küche erfreut sich auch in Südtirol großer Beliebtheit. Es kommt daher nicht von ungefähr, dass Betriebe aus dem Land des Lächelns hierzulande wie Pilze aus dem Boden sprießen.

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Foto: © shutterstock

Und nicht nur bei uns: In der gesamten Region Trentino-Südtirol ist ein Boom chinesischer Geschäfte, Restaurants und Dienste zu verzeichnen. Ende 2014 wurden 642 chinesische Unternehmen in der Region gezählt. Und somit, laut einer Erhebung von „CGIA Mestre“ (Handwerkervereinigung Mestre), über 70 Prozent mehr als noch 2009.

In keiner anderen Region Italiens wurde ein derart hoher Anstieg verzeichnet. Zum Vergleich: Auf das gesamte Staatsgebiet gerechnet betrug das Wachstum „nur“ 39,2 Prozent.

70.000 chinesische Unternehmen in Italien

Derzeit sind rund 70.000 chinesische Unternehmer in Italien aktiv. Rund 35 Prozent davon sind im Handel tätig, 27 Prozent im verarbeitenden Gewerbe und 21 Prozent in der Gastronomie. „Starkes Wachstum wird allerdings auch im Sektor ‚Dienstleistungen am Menschen‘ verzeichnet – also beispielsweise bei Friseuren, bei Kosmetikern und Masseuren“, schreibt „CGIA Mestre“ in einer Aussendung.

Und trotzdem nicht die Nummer 1

Spitzenreiter im Staatsgebiet sind die Chinesen damit dennoch nicht. Die meisten der rund 730.000 ausländischen Betriebe in Italien werden laut von Marokkanern geführt (74.520). Auf Rang 2 folgen die Rumänen, erst auf 3 die Chinesen.

stol

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