Im Mittelpunkt stehen bei der diesjährigen Ausgabe die großen Verschiebungen in Wirtschaft und Gesellschaft: Geopolitik, Künstliche Intelligenz, Arbeit, Kapitalmärkte, Energie, Demografie und die Frage, welche Chancen junge Menschen in einer unsicherer gewordenen Welt haben. Das Festival versteht sich dabei nicht nur als Fachtreffen für Ökonomen, sondern als öffentlicher Debattenraum für Politik, Unternehmen, Wissenschaft und Bürger.<BR /><BR />Das Programm ist wie gewohnt prominent besetzt. Erwartet werden unter anderem fünf Nobelpreisträger. Der britisch-zyprische Ökonom Christopher Pissarides, Nobelpreisträger für Wirtschaft, spricht über Arbeit und Qualifikationen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz. Philippe Aghion, einer der bekanntesten Wachstumsökonomen und Nobelpreisträger für Wirtschaft 2025, steht für die Debatte über Innovation und schöpferische Zerstörung. Auch Jan Racinskij, Präsident der Menschenrechtsorganisation Memorial International, die 2022 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde, ist angekündigt.<BR /><BR />Stark vertreten ist auch die Politik. Zur Eröffnung wird Roberta Metsola, Präsidentin des Europäischen Parlaments, erwartet. Aus der italienischen Regierung kommen unter anderem Wirtschaftsminister Giancarlo Giorgetti, Infrastrukturminister Matteo Salvini, Bildungsminister Giuseppe Valditara, Reformenministerin Maria Elisabetta Alberti Casellati und Vizeminister Maurizio Leo. Auch Oppositionspolitiker wie Elly Schlein, Matteo Renzi und Carlo Calenda stehen im Programm.<BR /><BR />Neben Politik und Wissenschaft sind auch Unternehmen und Verbände präsent. Unter anderem werden Emanuele Orsini, Präsident des italienischen Industriellenverbandes Confindustria, Gianfelice Rocca vom Industriekonzern Techint sowie Vertreter aus Banken, Infrastruktur, Forschung und Energie erwartet. Damit bleibt das Festival seinem Anspruch treu, wirtschaftliche Grundsatzfragen nicht nur akademisch, sondern auch aus Sicht von Unternehmen und Institutionen zu diskutieren.<BR /><BR />Das „Festival dell’Economia“ wurde 2006 ins Leben gerufen und findet seither jährlich in Trient statt. Über die Jahre hat sich die Veranstaltung zu einem festen Termin im italienischen Wirtschafts- und Politikbetrieb entwickelt. Träger sind die Autonome Provinz Trient, die Stadt Trient und die Universität Trient; organisiert wird das Festival inzwischen in Zusammenarbeit mit der „Il Sole 24 Ore“-Gruppe.<BR /><BR />Der Erfolg des Formats ist auch aus Südtiroler Sicht interessant: In Bozen wurde 2013 mit dem „Innovation Festival“ ebenfalls versucht, ein größeres Festival an der Schnittstelle von Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft zu etablieren. Das Format wurde danach allerdings nicht fortgeführt.<BR /><BR /> <a href="https://www.festivaleconomia.it/" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">festivaleconomia.it</a>