Während vier der fünf italienischen Fluggesellschaften (ITA Airways, Air Dolomiti, Aeroitalia, Neos) das vergangene Geschäftsjahr mit positiven Zahlen abschlossen, flog einzig die Bozner SkyAlps in die roten Zahlen. Laut Recherchen der italienischen Tageszeitung „Corriere della Sera“ endete das Jahr 2025 zwar mit 62,8 Millionen Euro Umsatz, jedoch mit einem satten Minus von 20 Millionen Euro. Heruntergebrochen auf die 180.000 Passagiere bedeutet das einen Verlust von rund 110 Euro pro Fluggast.<BR /><BR />Als Hauptgrund für das Defizit nennt SkyAlps-Gründer Josef Gostner die enormen Kosten für Leasing-Maschinen: „Wir sind 2024 operativ positiv gewesen und sind es auch heuer wieder. 2025 haben wir den Verlust gemacht, weil wir fremde Maschinen anmieten mussten.“<BR /><BR />Hintergrund war ein technischer Super-GAU im März 2025 ( <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/skyalps-flieger-durften-nicht-abheben-darum-ermittelt-die-bozner-staatsanwaltschaft" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">STOL hat berichtet</a>): Nach einer Betriebskontrolle der Luftfahrtbehörde ENAC musste SkyAlps die Hälfte der eigenen Flotte einige Wochen am Boden lassen. Grund dafür waren Unregelmäßigkeiten bei den Wartungsdokumenten eines externen Technikers. Um den Flugbetrieb nicht komplett einzustellen, mietete die Airline teure Ersatzflugzeuge an. <BR /><BR />Zu den laufenden Ermittlungen gegen besagten Techniker gibt es laut Gostner keine Neuigkeiten. „Der Verdächtige ist nicht auffindbar. Deswegen ist das alles in der italienischen Justiz versandet“, so der SkyAlps-Chef.<h3> Zwei neue Drehkreuze sollen heuer angeflogen werden</h3>Für das laufende Jahr zeigt sich der Präsident optimistisch: „Die Firma läuft gut.“ SkyAlps verzeichne derzeit „wahnsinnige Zuwächse“. „Ich bin sehr zufrieden und wir bauen aus.“ Die Wachstumspläne sind konkret: In den kommenden drei Jahren will die Airline elf neue Flugzeuge kaufen. Zudem stehen neue Destinationen auf dem Flugplan: „Heuer werden wir noch Rom und Paris anfliegen. Das wird definitiv zustande kommen“, erklärt Gostner.