<BR />Die Vollbeschäftigung und die positive Entwicklung des Tourismus haben auch 2024 die Südtiroler Wirtschaft gestützt, wie es im aktuellen Wifobarometer heißt. Im vergangenen Jahr konnte das Bruttoinlandsprodukt hierzulande nach den Berechnungen des Wifo um 0,8 Prozent zulegen. <BR /><BR />Zum Vergleich: Italiens BIP wuchs 2024 um 0,7 Prozent, in Deutschland schrumpfte die Wirtschaft hingegen das zweite Jahr in Folge und gab um 0,2 Prozent nach. Die Eurozone verzeichnete im Schnitt ein Plus von 0,8 Prozent. <h3> Wifo korrigiert Wachstumsprognose nach unten </h3>Die hohe Ungewissheit belastet aber die Aussichten der heimischen Wirtschaft für 2025. „Die Konjunkturabschwächung bei unseren wichtigsten Handelspartnern Deutschland und Österreich und die Ungewissheit über die zukünftigen Handelsbeziehungen mit den Vereinigten Staaten wirken sich negativ auf die Wachstumsaussichten unserer Unternehmen aus und unterstreichen die Bedeutung der Erschließung neuer Märkte“, erklärt Handelskammerpräsident Michl Ebner. <BR /><BR />Das Wifo traut der heimischen Wirtschaft daher aktuell nur mehr ein Wachstum von 0,9 Prozent zu; im Oktober hatte sie noch ein Plus von 1,2 Prozent geschätzt. <h3> Stimmung hat sich Ende 2024 verschlechtert</h3>Bereits im letzten Quartal 2024 hat sich das Geschäftsklima verschlechtert, wie das Wifo schreibt. Insgesamt zeigten sich aber 88 Prozent der befragten Südtiroler Unternehmer mit der Ertragslage im vergangenen Jahr zufrieden. Vor allem größere Unternehmen hätten aufgrund höherer Verkaufspreise ihre Umsätze steigern können. <h3> 90 Prozent der Unternehmer bleiben optimistisch</h3>Mit Blick auf 2025 haben die Unternehmer ihre Erwartungen nun leicht nach unten korrigiert. Hatten im Herbst noch 93 Prozent der Befragten angegeben, für 2025 mit einem wenigstens befriedigenden Betriebsergebnis zu rechnen, aktuell sind es 90 Prozent. Das entspricht in etwa dem Niveau der vergangenen Jahre. <BR /><BR />Generell rechnen die Betriebe weiterhin mit einem steigenden Geschäftsvolumen sowohl in Südtirol, Italien als auch im Ausland, wie das Wifo-Barometer zeigt. Allerdings würden mittlere und große Unternehmen eine deutlich bessere Entwicklung erwarten als die kleineren, die oft sogar von einem Rückgang ausgingen. <BR /><BR />Betrachtet man die einzelnen Sektoren, so hat sich die Stimmung im Vergleich zum Herbst vor allem bei den unternehmensorientierten Dienstleistungen eingetrübt. Dagegen sind die landwirtschaftlichen Genossenschaften sowie die Unternehmen im Großhandel, im verarbeitenden Gewerbe und im Bauwesen optimistischer, wie es im Wifobarometer heißt.