Dienstag, 25. Dezember 2018

Trump legt bei Kritik an US-Notenbank nach

US-Präsident Donald Trump hat seine Kritik an der Zinspolitik der Notenbank Federal Reserve bekräftigt. „Die heben den Leitzins zu schnell an, weil sie glauben, dass die Wirtschaft so gut ist“, sagte er am Dienstag vor Reportern in Washington. Er glaube aber, die Notenbanker würden das bald verstehen.

US-Präsident Trump macht die Notenbank verantwortlich für die jüngsten Kursverluste an der Börse.
US-Präsident Trump macht die Notenbank verantwortlich für die jüngsten Kursverluste an der Börse. - Foto: © shutterstock

„Wir haben Unternehmen, die größten in der Welt, und die machen ihre Sache wirklich gut“, sagte Trump weiter. „Ich glaube, es ist eine unglaublich Chance, jetzt zu kaufen“, erklärte er mit Blick auf fallende Aktienkurse.

Die Preise der US-Aktien sind in den vergangenen Wochen stark gefallen aus Sorge über eine Abschwächung des Wirtschaftswachstums. Trump macht jedoch die Fed verantwortlich für die Kursverluste.

Bereits am Montag hatte Trump per Tweet die Notenbank attackiert: „Das einzige Problem, das unsere Wirtschaft hat, ist die Fed.“

Die Unruhe an den Börsen und im politischen Washington wird auch durch die Eskalation im Etatstreit zwischen Trump und den oppositionellen Demokraten geschürt. Hier zeigte sich der US-Präsident auch am Dienstag unnachgiebig.

Die Haushaltssperre, die zahlreiche Ministerien und Behörden lahmlegt, werde so lange dauern, bis die Mittel für eine Grenzmauer zwischen den USA und Mexiko bewilligt würden, erklärte Trump.

Der von den oppositionellen Demokraten beherrschte Senat blockiert bisher die Gelder. Der Bau der Mauer ist eines der Wahlversprechen Trumps.

Damit soll aus seiner Sicht die illegale Einwanderung und der Drogenschmuggel verhindert werden.

apa/dpa

stol