Samstag, 10. März 2018

Trump macht Ausnahme für Australien bei Strafzöllen

US-Präsident Donald Trump will nach eigenen Angaben Australien von den geplanten US-Schutzzöllen auf Aluminium und Stahl ausnehmen. Er habe mit dem australischen Premierminister Malcolm Turnbull darüber gesprochen, schrieb Trump am Freitagabend (Ortszeit) im Kurznachrichtendienst Twitter.

Die Strafzölle sorgen weltweit für Ärger. - Foto: APA (AFP)
Die Strafzölle sorgen weltweit für Ärger. - Foto: APA (AFP)

Turnbull sei „sehr fairen und beiderseitigen Militär- und Handelsbeziehungen verpflichtet”, so der US-Präsident. „Wir arbeiten sehr rasch an einem Sicherheitsabkommen, damit wir unserem Verbündeten, der großen australischen Nation, keine Stahl- oder Aluminiumzölle aufbürden müssen!”

Zölle von 25 Prozent auf eingeführten Stahl

Trump hatte am Donnerstag im Weißen Haus 2 Proklamationen unterzeichnet, wonach binnen 15 Tagen Zölle in Höhe von 25 Prozent auf eingeführten Stahl und von 10 Prozent auf Aluminium in Kraft treten sollen.

Bisher sind nur die Nachbarländer Kanada und Mexiko von den Zöllen ausgenommen. Alle anderen Länder lud Washington am Donnerstag zu Einzelfallverhandlungen ein. Sollten sie nachweisen können, auf andere Art zur nationalen Sicherheit der Vereinigten Staaten beizutragen, könnten auch sie Nachlässe erhalten.

Macron warnt Trump vor „Handelskrieg”

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat indes Trump vor einem „Handelskrieg” gewarnt. Macron habe in einem Telefonat mit Trump seine „tiefe Besorgnis” darüber ausgedrückt, dass die in zwei Wochen in Kraft tretenden US-Strafzölle auf Stahl und Aluminium „einen Handelskrieg auslösen könnten, in dem alle betroffenen Länder Verlierer” sein würden, teilte der Elysee-Palast am Freitagabend mit.

Solche „Maßnahmen gegen verbündete Länder, die sich an internationale Handelsregeln halten”, seien im Kampf gegen unfaire Praktiken nicht effektiv, sagte Macron demnach weiter. Die EU werde darauf „klar und verhältnismäßig” antworten.

apa/dpa

stol