Sonntag, 14. Februar 2016

Tsipras gibt internationalen Gläubigern Schuld an Reformverzögerungen

Die Regierung in Athen hat den internationalen Gläubigern die Schuld an den Verzögerungen bei den griechischen Reformen gegeben.

Alexis Tsipras gibt den internationalen Gläubigern Schuld an den Reformverzögerungen.
Alexis Tsipras gibt den internationalen Gläubigern Schuld an den Reformverzögerungen.

Der Prozess sei „wegen Unstimmigkeiten“ zwischen der EU und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) in Verzug geraten, sagte Ministerpräsident Alexis Tsipras der Zeitung „Avghi“ vom Sonntag. Dies nütze niemandem.

Die griechische Regierung habe ihren Entwurf für die von den Geldgebern geforderte Rentenreform Anfang Jänner eingereicht, „bis heute aber keine offizielle Antwort erhalten“, klagte Tsipras. Nach einen erste Diskussion über die griechischen Reformen soll eine Delegation der Gläubiger-Institutionen nach Angaben der griechischen Regierung in den kommenden Tagen erneut nach Athen kommen.

Athen hatte sich mit den internationalen Gläubigern nach schwierigen Verhandlungen im Sommer auf ein drittes Hilfsprogramm mit einem Volumen von bis zu 86 Mrd. Euro verständigt. Tsipras steht wegen der verlangten Einsparungen in seinem Land massiv unter Druck. Die von ihm erhofften Verhandlungen über Schuldenerleichterungen gibt es nur, wenn die Gläubiger-Institutionen Athen die Umsetzung der verlangten Reformmaßnahmen bescheinigen

apa/afp

stol