Grund sind vor allem die wegbrechenden Umsätze in der für das Land wichtigen Tourismusbranche: Nach Beginn des Aufstands in Tunesien Mitte Dezember waren die ausländischen Gäste dem Land ferngeblieben. Die Tourismusbranche rief 2011 bereits zum „Katastrophenjahr“ aus und forderte staatliche Hilfen.Tunesiens Wirtschaft war in den vergangenen Jahren stetig um vier bis fünf Prozent pro Jahr gewachsen. Dieses Jahr rechnet die Regierung mit einem „Nullwachstum“ und fürchtet, dass die Arbeitslosenquote von 13 auf 20 Prozent klettern könnte. Der Aufstand in dem nordafrikanischen Land hatte Mitte Dezember mit der Selbstanzündung eines Arbeitslosen begonnen und einen Monat später zum Sturz von Präsident Zine El Abidine Ben Ali geführt.Die Tourismusbranche erwirtschaftet normalerweise sieben Prozent des BIP. In Hotels, Appartement-Anlagen, Restaurants und Cafés arbeiten rund 400.000 Menschen. Wegen der wirtschaftlichen Misere flohen in den vergangenen Monaten tausende Tunesier nach Italien. apa/afp