Freitag, 18. Oktober 2019

UBS legt Gerichtsverfahren mit Millionenzahlung bei

Die Schweizer Großbank UBS leistet zur Beilegung eines Geldwäsche-Verfahrens in Italien Zahlungen über insgesamt 10,3 Mio. Euro. Damit kann das Institut ein laufendes Verfahren der italienischen Behörden abschließen, wie die UBS am Freitag entsprechende Medienberichte bestätigte.

UBS soll Kunden geholfen haben, Gelder vor den_Steuerbehörden zu verstecken.
UBS soll Kunden geholfen haben, Gelder vor den_Steuerbehörden zu verstecken. - Foto: © APA/afp / FABRICE COFFRINI

Im Sommer hatte die Bank in Italien bereits 101 Mio. Euro bezahlt. Die neue Zahlung umfasst nun eine Geldstrafe von 2,2 Mio. Euro, zudem werden 8,1 Mio. Euro von den italienischen Behörden eingezogen. Die Einigung umfasst laut den Medienberichten die UBS-Gruppe, die UBS Schweiz und die UBS Monaco, gegen die vom Mailänder Gericht wegen Geldwäsche ermittelt wurde.

Mit der nun erzielten Einigung wird das Verfahren jetzt ohne ein Schuldeingeständnis der UBS abgeschlossen. Die Bank sei „erfreut, die Angelegenheit beigelegt zu haben“, teilte eine UBS-Sprecherin auf Anfrage mit.

Hilfe beim Verstecken von Geldern

UBS hatte in dem Steuerverfahren vor dem Mailänder Gericht bereits im Sommer eine Buße von 101 Mio. Euro bezahlt. Die Berater der Großbank sollen italienischen Kunden geholfen haben, ihre Gelder vor den Steuerbehörden zu verstecken, dies etwa über die Gründungen von Stiftungen oder Unternehmen. Zudem sollen sie in Italien ohne Bewilligung Kundenbesuche in Büros, Wohnungen, Hotels oder auf Golfplätzen durchgeführt haben.

Im August war zudem bekannt geworden, dass die italienischen Steuerbehörden mittels einer sogenannten Gruppenanfrage an die Daten von italienischen UBS-Kunden gelangen wollen. Die Behörden des südlichen Nachbarstaats hatten schon im Dezember 2018 ein entsprechendes Amtshilfegesuch an die Eidgenössische Steuerverwaltung (EStV) geschickt.

apa/awp/sda