Auch wenn der Arbeitsmarkt derzeit vielerorts händeringend nach Personal sucht, bleibt das Risiko der Arbeitslosigkeit bestehen – auch in Südtirol. Die Gründe dafür können sehr unterschiedlich sein: Eine ganze Branche gerät in eine Krise, ein einzelner Betrieb muss schließen oder ein Mutterkonzern reduziert seine Standorte. <BR /><BR />Nicht selten werden Arbeitsuchende aufgrund von Konjunkturschwankungen nur befristet eingestellt oder finden sich in sogenannten prekären Arbeitsverhältnissen wieder. Hinzu kommt: Wir leben generell in unsicheren Zeiten, ein vermeintlich „sicherer“ Arbeitsplatz ist längst keine Garantie mehr. Wer hat sich nicht in letzter Zeit gefragt, ob die eigenen Aufgaben vielleicht bald von Künstlicher Intelligenz übernommen werden und sich der Chef so eine teure Arbeitskraft spart?<BR /><BR />Den Job zu verlieren – und damit ein regelmäßiges Einkommen, die Absicherung der Familie oder auch einfach das gesellschaftliche Ansehen – ist also eine durchaus nachvollziehbare Sorge. Gleichzeitig bringt es wenig, sich dauerhaft von dieser Angst leiten zu lassen, denn im Leben gibt es Ereignisse, die wir weder vorhersehen noch verhindern können. Dazu zählt auch eine mögliche Phase der Arbeitslosigkeit. Um negative Gedanken über die eigene berufliche Zukunft besser einordnen und Ängste zumindest teilweise überwinden zu können, helfen einige Strategien und Überlegungen.<BR /><BR /><i>Sie sind mit Ihrer derzeitigen Stelle nicht vollständig zufrieden? Diese Information behandeln wir vertraulich. <b> <a href="https://www.dolomitenmarkt.it/jobs/diskrete-jobsuche?mtm_campaign=DM_dmdiskretejobsuche_stol_artikel__diskretejobsuche_storyline_jobverlieren&mtm_kwd=diskretejobsuche_storyline_Jobverlieren&mtm_source=Stol&mtm_medium=Artikel&mtm_cid=32&mtm_group=DolomitenMarkt" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Registrieren Sie sich kostenlos und unverbindlich für die diskrete Jobsuche.</a></b> Nach Vervollständigung des Profils können Sie sich zurücklehnen und abwarten – interessierte Arbeitgeber haben dann die Möglichkeit mit Ihnen Kontakt aufzunehmen. Im diskreten Modus entscheiden ausschließlich Sie, ob und wann Sie Ihre Identität offenlegen.</i><h3> Realistisch bleiben</h3>Zugegeben: Das klingt leichter, als es ist, wenn die Angst einem im Nacken sitzt. Manchmal kann jedoch ein kleines Zahlenspiel helfen: Wie groß ist – auf einer Skala von 1 bis 10 – nach aktuellem Stand die Wahrscheinlichkeit, dass du, der du diesen Artikel liest, innerhalb eines Jahres deinen Job verlierst? Liegt deine Einschätzung unter 3, gehörst du sehr wahrscheinlich zur großen Mehrheit. Das bedeutet: Du machst dir Sorgen um etwas, das mit hoher Wahrscheinlichkeit im kommenden Jahr gar nicht eintreten wird.<h3> Finanzielle Lage überprüfen</h3>Angenommen, die Risiko-Einschätzung liegt eher bei 5 oder darüber: Wie wäre es mit einer ehrlichen Bestandsaufnahme im eigenen Haushalt? Zum Beispiel: Wie hoch sind deine Fixkosten? Auf welche Ausgaben könntest du im Notfall verzichten? Wie hoch wäre das dir zustehende Arbeitslosengeld ungefähr? Da ein Arbeitsplatz in den seltensten Fällen von heute auf morgen verloren geht, kann sich eine solche Rechnung lohnen. Sie macht deutlich: Auch ein Jobverlust bedeutet nicht automatisch das Ende der Welt. Außerdem ist das soziale Netz in Südtirol nach wie vor relativ engmaschig. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, Unterstützung zu beantragen – besonders dann, wenn eine Familie von dem Einkommen abhängig ist.<h3> Professionellen Rat suchen</h3>Wenn sich deine Gedanken nur noch um Jobverlust drehen und dich die Angst bereits zu lähmen droht, ist es höchste Zeit, dir professionelle Unterstützung zu holen. Das muss nicht gleich ein Termin beim Psychologen sein. Ein Gespräch mit einem Coach oder der kostenlosen Berufsberatung des Landes kann ein guter erster Schritt sein. In Gesprächen und mithilfe von Tests wird dort herausgearbeitet, welche Potenziale in den Ratsuchenden stecken, welche beruflichen Wünsche sie haben und welche Wege realistisch sind.<h3> Über Alternativen nachdenken</h3>Gedanken sind frei – auch jene darüber, in ein anderes Unternehmen oder in eine neue Branche zu wechseln. Wer sich im jetzigen Job nicht sicher fühlt, fühlt sich dort oft auch nicht wirklich wohl. Auf Dauer belastet das die Psyche. Warum also nicht allen Mut zusammennehmen, etwas Freizeit opfern und dafür einen interessanten Lehrgang besuchen? Oder aus reiner Neugier auf eine Stellenanzeige antworten? Absagen kann man immer noch. Solche Schritte helfen oft schon dabei, herauszufinden, was man wirklich will – und was eben nicht.<h3> Sich vorbereiten</h3>Wer schon einmal unverschuldet entlassen wurde, weiß, wie sehr das weh tun kann – und wie groß gerade am Anfang Wut und Enttäuschung sind. Da liegt der Impuls nahe, einen scharf formulierten Brief an den Vorgesetzten zu schreiben oder ihm im Affekt all seine Vorwürfe an den Kopf zu werfen. Genau das sollte man jedoch vermeiden. Erstens sagt man in solchen Momenten leicht Dinge, die man später bereut.<BR /><BR /> Zweitens weiß man nie, in welchem Zusammenhang man dieser Person irgendwann noch einmal begegnet. Daher der Rat: lieber das Gespräch suchen statt impulsive E-Mails oder Briefe verfassen – und sich vorher möglichst sachliche Fragen und Aussagen überlegen. Der Vorgesetzte darf ruhig erfahren, wie einschneidend die Kündigung ist. Mit ihm „abzurechnen“ ändert an der Situation aber nichts, im Gegenteil: Es erschwert oft nur den eigenen Neuanfang.